Die Oberhäupter der Stadt: Bürgermeister prägten Bergkamen

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Bürgermeister Edgar Pech (Foto: Stadtarchiv Bergkamen)
 
Bürgermeister Heinrich Kook (Foto: Stadtarchiv Bergkamen)
Bergkamen: Rathaus |

Vier Bürgermeister hatte die verhältnismäßig junge Stadt Bergkamen bisher: Egdar Pech, Heinrich Kook, Wolfgang Kerak und der aktuelle Amtsinhaber Roland Schäfer. Sie alle haben die Entwicklung der Stadt geprägt.

Nach der Gründung 1966 wählte der Rat der Großgemeinde wählt Edgar Pech, einen Rektor aus Rünthe, zum ersten nebenamtlichen Bürgermeister (1920 bis 1975), Stadtdirektor wurde Alfred Gleisner, der bis dahin Amtsdirektor des Amtes Pelkum war. Für Jahrzehnte gab es eine Doppelspitze aus fachlich qualifiziertem Stadtdirektor und ehrenamtlichem Bürgermeister in der Stadt. Erst in den 1990er-Jahren musste auch Bergkamen zur neuen Kommunalverfassung übergehen. Diese sah einen hauptamtlichen Bürgermeister vor.

Als erstes Rathaus diente Pech (bis 1976) ein Volkhochschul-Haus an der Lessingstraße, das ursprünglich 1964/1965 von der Altgemeinde Bergkamen errichtet wurde. Unter Pech setzte sofort eine rege Bautätigkeit ein. So wurde ein Hallenbad in Bergkamen-Mitte errichtet und es gab Unternehmensansiedlungen im Oberadener Industriegebiet. 1968 wurde das „Unna-Gesetz“ verabschiedet, wodurch Overberge nach Bergkamen eingemeindet wurde.

Pech legte 1971 den Grundstein für den Bau eines neuen Stadt- und Geschäftszentrums, das zwischen der Töddinghauser Straße und der Gedächtnisstraße liegen sollte. Stadtdirektor Alfred Gleisner wurde 1973 vom Rat unter Verleihung der Ehrenbürgerschaft in den Ruhestand verabschiedet. Ihm folgte der bisherige 1. Beigeordnete Heinrich Brüggemann aus Unna, der 1988 aus dem Dienst der Stadt ausschied.

„Mag dieses Bauwerk in Frieden wachsen und in friedlichen Zeiten unseren Bürgern dienen und mögen die Entscheidungen, die eines Tages hier getroffen werden, immer geprägt sein von hoher Verantwortung für unsere Mitmenschen“, sagte Pech 1974 bei Grundsteinlegung des Rathauses. Dieses konnte er allerdings nicht mehr nutzen: Pech starb 1975. Nach seinem Tod wurde Rektor Heinrich Kook (1924 bis 2004) aus Bergkamen-Mitte zum neuen Bürgermeister gewählt. Dieses Amt hatte er bis 1989 inne. 1976 wurde das Rathaus zusammen mit dem Busbahnhof und der Hauptpost eingeweiht. Unter Kook wurden Zechensiedlungen saniert, die Eissporthalle in Weddinghofen erbaut und eröffnet und 1978 die erste Bergkamener Wirtschaftsschau WiSa. Die Zeche (Neu-)Monopol (vorher Grimberg I/II) und das Steinkohlekraftwerk in Heil wurden unter 1981 in Betrieb genommen. 1984 stiftete die Stadt einen Umweltpreis. Erster Preisträger wurde der heimische Pädagoge Helmut July

1989 kam es zur feierlichen Ehrung und Verabschiedung von Kook. Zum neuen Bürgermeister wurde der Steinmetz-Meister Wolfgang Kerak (geboren 1942) aus Rünthe gewählt, der bis 1998 das Amt ausübte. Im gleichen Jahr wurde der Verwaltungsjurist Roland Schäfer (geboren 1949) neuer Stadtdirektor und damit Nachfolger von Brüggemann.

Mit der Wahl des bisherigen Stadtdirektors Roland Schäfer gab es 1998 eine Neuerung: Schäfer ist der erste hauptamtliche Bürgermeister der Stadt Bergkamen. Unter ihm wurde unter anderem die Planungen für den „Logistikpark A 2“ und die Grundlage für den geplanten grundlegenden Umbau des früheren Einkaufszentrums „Turm-Arkaden“ zur „BergGalerie“ geschaffen.
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