Afghanischer Krimi im Rottstr5-Theater

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Tobias Amoriello als Zia (links) und Nicolas Martin als Soldat Gary (Foto: Maximilian Strestik)
Bochum: Rottstr5 |

Als Regisseur Maximilian Strestik das Stück „Afghanistan“ des britischen Theaterautors DC Moore in Münster sah, war ihm klar, dass das kleine Theater unter der Bahntrasse an der Rottstraße die passende Location für eine Neuinszenierung wäre.

Schauplatz der Handlung des Stücks ist, wie der Name verrät, das Land Afghanistan. Es spielt im Jahre 2006. Inhaltlich dreht sich die Geschichte um den britischen Soldaten Gary, der einen bewusstlosen Gefangenen, der auf einem Schlachtfeld gefunden worden ist, in einer kleinen Baracke bewacht. Nach dem Erwachen behauptet dieser, dass er Engländer sei.
Die Frage jedoch, die sich bis zum Ende stellt, ist, ob er tatsächlich, wie er behauptet, von den Taliban entführt worden oder ob er nicht vielleicht doch selbst Terrorist ist. Das Beantworten der Frage wird durch Vorurteile und das Fehlen einer neutralen Sichtweise erschwert. Seine Identität bleibt bis zuletzt unklar. Das minimal gehaltene Bühnenbild, reduziert auf Europaletten und Kanister, vermittelt dem Zuschauer das passende Feeling. Gespielt wird das Stück in einer durchgängigen Szene von den vier jungen Schauspielern Tobias Amoriello, Simon Krämer, Nicolas Martin und Akbar Paktin des Rottstr5-Jugendensembles „young‘n‘rotten“, was eine frische Dynamik erzeugt. Die leicht zugängliche Sprache erleichtert dem Zuschauer den emotionalen Bezug zu dden Figuren.
Die Premiere des Stücks findet am Montag, 22. Juni um 19.30 statt. Weitere Aufführungen sind am 9. und 23. Juli, ebenfalls um 19.30 Uhr, zu sehen.

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