Alan Ayckbourns Komödie "Familiengeschäfte" im Schauspielhaus

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Hough (Torsten Flassig) bringt Poppy (Bettina Engelhardt) und Tina (Friederike Becht) in Bedrängnis. (Foto: Aurin)
Die Inszenierung der Komödie „Familiengeschäfte“ im Schauspielhaus beginnt furios. Die Szene ist frivol, ohne die Figuren der Lächerlichkeit preiszugeben, und gleichzeitig sehr lebensecht. Jack McCracken (Michael Schütz) übernimmt an diesem Tag die von seinem Schwiegervater aufgebaute Firma. Der von ihm geplante gemütliche Abend zu Hause läuft ein wenig anders als geplant. Dann taucht auch noch der Privatdetektiv Benedikt Hough (Torsten Flassig) auf und setzt Jack und seine Ehefrau Poppy (Bettina Engelhardt) ins Bild, dass ihre Tochter Samantha (Juliane Fisch) sich des Ladendiebstahls schuldig gemacht hat.
Hough ist bereit, ein Auge zuzudrücken, sofern Jack ihm einen Auftrag im Familienunternehmen erteilt. Der prinzipienfeste Jack sieht schweren Herzens von seinen Grundsätzen ab – es bleibt nicht bei diesem einen Mal. Vielmehr gerät sein festgefügtes Welt- und Selbstbild mehr und mehr ins Wanken. Er muss nämlich erkennen, dass sich große Teile der Familie auf Kosten des Unternehmens bereichern. Privatdetektiv Hough wird dabei mehr und mehr zum Problem – er weiß einfach zu viel. Eine Lösung muss her, das sieht selbst Jack ein.
Getragen von hervorragenden Schauspielern, verliert Marius von Mayenburgs Inszenierung von Alan Ayckbourns Drama „Familiengeschäfte“ leider in der zweiten Hälfte etwas an Fahrt. Manches wiederholt sich oder wirkt überzogen. Zu sehen, wie Jack um die eine oder andere Illusion ärmer wird, stimmt nachdenklich und bringt doch zum Schmunzeln.
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