Auftakt für ein neues Ruhr-Projekt: Projekt Zeit-RÄUME RUHR will Geschichte interaktiv gestalten

Anzeige
Prof. Grütter (Ruhr Museum Essen) (links) und Karola Geiß-Netthöfel vom RVR
Am Donnerstag startete mit einer großen Auftaktveranstaltung das neue Projekt ZEIT-RÄUME Ruhr. Dahinter stehen das Institut für soziale Bewegungen der Ruhr-Universität (ISB) und das Ruhr Museum Essen. ZEIT-RÄUME RUHR will einen öffentlichen Dialog über die verschiedenen Ankerpunkte der Ruhrgebiets-Erinnerung in Gang setzen und die Menschen der Region multimedial und partizipatorisch mit ins Boot holen.
Das Großprojekt ist vom Regionalverband Ruhr (RVR) und dem Land Nordrhein-Westfalen in Auftrag gegeben.

Erinnerungslandschaften

Für die kulturelle Selbstvergewisserung und Identitätsstiftung im Ruhrgebiet spielt die kollektive Erinnerung eine immer stärkere Rolle. Denn im Vergleich zu anderen Regionen ist das Ruhrgebiet durch einen raschen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel gekennzeichnet. Dies stellt seine Bewohner_innen vor die besondere Herausforderung, diese Veränderungen zu verarbeiten und neue Handlungs- und Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund initiierte das Institut für soziale Bewegungen der Ruhr-Universität Bochum (ISB) gemeinsam mit dem Ruhr Museum Essen das neue Projekt. ZEIT-RÄUME RUHR will einen öffentlichen Dialog über die verschiedenen Ankerpunkte der Ruhrgebiets-Erinnerung in Gang setzen und die Menschen der Region multimedial und partizipatorisch mit ins Boot holen.

Hochkarätige Expert_innen und partizipative Mitbeteiligung

Bei der Auftaktveranstaltung am Donnerstagabend sprachen Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des RVR, Dr. Hildegard Kaluza, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW und Professor Heinrich Theodor Grütter, Direktor des Ruhr Museums, einleitende Worte.
Ausschnitte aus dem Film „Am Borsigplatz geboren – Franz Jacobi und die Wiege des BVB“ (2015) verdeutlichten am Beispiel des Fußballs den weiten Begriff des Begriffs "Zeit-Raum" und, wie das Ruhrgebiet noch immer seine Erinnerungsanker vergisst oder demontiert. An der folgenden Podiumsdiskussion widmeten sich Jens Dirksen, Dr. Achim Prossek, Beate Schlanstein (WDR) und Professor Dr. Angela Schwarz, der Frage, wie die Ruhrgebiets-Bevölkerung aktiv ins Geschehen mit einbezogen wird.

Thea Struchtemeier
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.