Bochumer Kunst bleibt nicht länger namenlos

Anzeige
Wolf Vostell, Olympia-Hymne (1972), Standort Museum Bochum. Foto: Ulli Engelbrecht.
Freie Bürger kritisieren fehlende Infotafeln und Internetauftritt – Verwaltung verspricht neues Konzept ab 2014

"Den Kunstwerken rund ums Museum und im öffentlichen Raum fehlt es an Infotafeln", stellte Ratsmitglied Hans-Friedel Donschen (Freie Bürger Bochum) bei einem Rundgang Mitte des Jahres fest. Zudem kritisierte er den rudimentären Internetauftritt des Kunstmuseums, lobte dafür aber den privaten Webauftritt unter der Adresse www.artibeau.de, der in Wort und Bild ein umfängliches Werkverzeichnis aller Kunstwerke in Bochum listet. Grund genug für ihn, zur Sitzung des Kultur- und Sportausschusses im Juni nachzufragen.

"Zur 24. Sitzung am 22. November lag die Antwort vor. Die Verwaltung hat sich zwar Zeit gelassen, beantwortete unsere Fragen aber vernünftig und informativ und wurde auch schon tätig", freut sich Donschen. "Es hat sich also gelohnt, nachzuhaken." Den Freien Bürgern Bochum wurde mitgeteilt, dass sich eine Arbeitsgruppe im Verbund der RuhrKunstMuseen derzeit mit Kunstwerken im öffentlichen Raum beschäftigt und eine ruhrgebietsweite einheitliche Beschriftung mit gravierten Aluminiumtafeln, in den Boden eingelassen oder auf Ständern, diskutiert. "Nach Festlegung auf eine einheitliche Form durch diese AG wird das Kunstmuseum sukzessive eine Erneuerung der Beschriftung der Bochumer Kunstwerke im öffentlichen Raum in der beschriebenen Form angehen. Diese Maßnahme wird Anfang 2014 begonnen, um sukzessive eine einheitliche Beschriftung von Kunstwerken im öffentlichen Raum umzusetzen", heißt es weiter.

Den Internetauftritt des Kunstmuseums Bochum auf www.bochum.de/kunstmuseum habe man bereits im August dieses Jahres grundlegend überarbeitet: "Ohne viele Klicks seien nun alle Informationen zu den kulturellen Angeboten, Ausstellungen, Veranstaltungen, den Öffnungszeiten, den Preisen und vieles mehr erreichbar. Zusätzlich wird das Kunstmuseum mit Unterstützung der Kunst- und Museumsgesellschaft einen Internetauftritt unter der Adresse www.kunstmuseumbochum.de erarbeiten. Diese Seite soll im Laufe des Jahres 2014 online gehen und wird auch die Kunst im öffentlichen Raum berücksichtigen."
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.