Warum ein Song über die Summe aller produzierten Güter und Dienstleistungen einer Volkswirtschaft in einem Jahr, eben übers Bruttosozialprodukt, über Nacht zum Hit wird, kann man wohl nie ergründen. Er läßt sich auf jeden Fall nicht generalstabsmäßig planen. „Bruttosozialprodukt“, das Lied, war bereits ein betagter Szene-Song, als die Bochumer Gruppe Geier Sturzflug mit der Aufschwung-Story anno 1983 zu Hitparaden-Ehren aufstieg. Schon in den 70ern sang Friedel Geratsch sein Lied vom amputierten workaholic, der sich jetzt wieder mächtig in die Arbeit hineinkniet. Und da agierte er noch gemeinsam mit seinem Kumpel Reinhard Bayerle im Straßenmusik-Duo Dicke Lippe.
Seitdem ist viel Zeit vergangen und Mastermind Friedel Geratsch, der den Geier nie abstürzen liess, hat reichlich erlebt, war auf etlichen Bühnen zuhause (sogar bis hinunter zum spanischen Ballermann) und produzierte eine Menge Musik. Über 30 Jahre Showbiz hat er nun auf dem Buckel, da wurde es Zeit für eine Bilanz – und die liegt nun mit „Wildwechsel“ vor. Knapp 60 Minuten dauert das – wenn man so will - scharf geschnittene Roadmovie, zusammengesetzt aus 18 eigenwilligen Einstellungen: Es sind mitsingstarke und rhythmusverliebte Bilder, in denen Texter und Komponist Friedel Geratsch sehr persönlich, sehr intim und vor allem sehr erzählerisch das weite Feld der menschlichen Beziehungsgeflechte nachzeichnet; gefühlsechte Geschichten auf jeden Fall, meilenweit entfernt vom Pop`n`Roll-Kitsch oder Schlager-Kokolores. Sein musikalischer Film ist außerdem so komponiert, dass er sich ganz dem Hörer widmet, ihm Zeit lässt, ihn freundlich ans Händchen fasst und ihn mitnimmt - beispielsweise rauf und runter und kreuz und quer über die Autobahn („Zuhause bin ich bei dir“) oder durch den Regen („Wie ein Eisbär sein“) oder auch zurück in die Zeit der Vokuhilas und Schulterpolster, zurück in die 1980er-Jahre („Die Zeit unseres Lebens“).
Dass dieser „Wildwechsel“ fernab von synthetisch fabriziertem Schunkelpop zudem entspannend, aufbauend und regenerierend wirkt, dafür sorgen die handgemachten Gitarre-Bass-Keyboards-Drums-Rocksounds (rund ein Dutzend Musiker haben mitgewirkt), die die kraftvollen Songs angenehm ohrwurmlastig durch den Gehörgang tänzeln lassen. Kann man abschließend nur noch sagen: Das ist Wellness fürs Gemüt, also: Mindestens dreimal täglich vor den Mahlzeiten hören...
Lang ist`s her, dass der so genannte Katholikenbahnhof auch mal Bochums stattlicher Hauptbahnhof war. Heute findet im ehemaligen Eingangsbereich, der "Rotunde", Literatur statt, dahinter findet der Spaziergänger das "Riff". Ansonsten gibt`s hier viel Platz und Parkflächen und man fragt sich, was stand hier eigentlich mal auf diesem Gelände? Wohnhäuser? Oder Produktionsstätten vielleicht von Krupp? Ich kann mich nur noch an...
Bochum: Cafe Alte Drogerie | Unterschiede ziehen sich bekanntlich an. Daher ist es kein Wunder, dass ein nostalgieverliebter Rockstories-Erzähler, ein schelmischer Nachthumorist und ein verquerer Gedankenspinner gemeinsame Sache machen. „Lesebühne Alte Drogerie“ heißt ihr Ding, mit dem sie die literarische Kunst ausloten und dem Formulierspaß auf die Spur kommen wollen. Jeden 2. Samstag im Monat um 15.30 Uhr laden die drei Bochumer Fabulierfreunde Ulli...
Als ich das Wittener Hardrock-Trio "Franz K." erstmalig hörte, gab`s Rockmusik als Live-Event in Bochum so selten wie einen Sechser im Lotto. In den frühen, mittleren und späteren 1970er-Jahren gab`s ja nichts an "richtigen" Spielstätten für Bands. Ich erinnere mich auf die Schnelle an "Franz K."-Konzerte im "Release" am Stadtpark, (dort steht heute der Anbau des Musem Bochum), im "Rub-Pub" in der Uni, im Info-Zentrum im...
Essen: Viehoferstr.31 | Von Mittwoch bis Samstag 5-8 Juni sind die Gemälde des Landschaftsmalers ”Rainer Hillebrand” im ”Kulturfenster” der Stadt Essen zu sehen.
Das Foto zeigt die Räumlichkeiten, die dem gebürtigen Essener im Einkaufszentrum der Großstadt mit 570.000 Einwohnern zur Verfügung stehen werden.
Das Schaufenster ist an ein Cafe auf der Viehoferstrasse 31 angebunden und befindet sich ganz in der Nähe zum Porscheplatz.
Neben den...
Die Pläne des Trägers des St. Antoniusstiftes, den geplanten Neubau durch den Einbau in die neogotische Antonius-Kirche zu realisieren, ruft die Bürgeraktion „Retter Bochumer Kirchen“ auf den Plan. In einem Brief an Stadtbaurat Dr. Ernst Kratschz fordert die Bürgeraktion, den in ihren Augen „unnützen Durchbau der St. Antonius-Kirche zu verhindern. Kirchen wachsen nicht nach wie Bäume“, so die Mahnung.
2008 zogen die...
"Opel wird den Zafira Tourer ab 2015 in Rüsselsheim fertigen. Diese Entscheidung stärkt das Stammwerk und wird die Auslastung verbessern", erklärt das Opel-Management.
Rüsselsheim wird damit in Zukunft das exklusive Werk für die beiden größten Opel-Baureihen – den Insigniaund den Zafira Tourer.
Nach dem Nein der Bochumer Beschäftigten zum Sanierungstarifvertrag wird der Zafira Tourer noch bis Ende 2014 exklusiv in...