Christuskirche Bochum |Enders Dome | feat. Nils Petter Molvaer 9. November 2013 @ 20:00

Wann? 09.11.2013 20:00 Uhr

Wo? Christuskirche, An der Christuskirche 1, 44787 Bochum DE
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Tickets unter: christuskirche-bochum.de
Bochum: Christuskirche | Ja, es stimmt, sie kom­men. Sie wer­den spie­len. Und es wird sich, kein Gerücht, in der Tat um Johan­nes End­ers und Nils Pet­ter Mol­vaer han­deln, um Andy Lut­ter und Gre­gor Hilbe.

„Ast­rein“, urteilte Kai Kopp auf laut.de, „eine Idee mit gran­dio­ser klang­li­cher Wir­kung, Gast­mu­si­ker vom Feins­ten und ein Arsch vol­ler erstaun­li­cher Kom­po­si­tio­nen abend­län­di­scher Iden­ti­tät“. Was es mit dem Album auf sich habe, fragte er sich und ant­wor­tet uns:

» End­ers ver­frach­tet seine Mit­mu­si­ker in die roma­ni­sche Kir­che St. Michael im bay­ri­schen Alten­stadt und stellt ihnen genü­gend phy­si­ka­li­schen und musi­ka­li­schen Raum zur Ver­fü­gung, um sich zu ent­fal­ten. Die­ses Mate­rial schleppt er ins Stu­dio und ver­bin­det den sakra­len mit dem tech­ni­schen Raum. Was klang­lich in einem Stu­dio mög­lich ist, ist eine Sache. Was in einer Kir­che mög­lich ist, eine ganz andere. Was geschieht, wenn sich beide Wel­ten begeg­nen, ent­hüllt Dome.

„Jene alte roma­ni­sche Basi­lika in der Nähe von Scho­nau ist völ­lig schmuck­los. Ich wollte die­sen Raum schon immer aus­lo­ten. Mit John Hol­len­beck und ein paar ande­ren Leu­ten im Hin­ter­kopf habe ich Stü­cke geschrie­ben, die wir dann in zwei Ses­si­ons auf­nah­men. Viele Tracks habe ich im Nach­hin­ein bear­bei­tet. Diese Sounds aus der Kir­che brach­ten mich auf so viele Ideen, dass ich es schade gefun­den hätte, nicht auch die­sen ande­ren Raum zu öffnen.“

Eine aus­ufernde Akus­tik mit gran­dio­sem Natur­hall ermög­licht zwar eini­ges, schränkt aber gleich­zei­tig auch ein. Musi­ka­li­sche Exzesse wür­den in so einer Atmo­sphäre zu kako­pho­nen Gewit­tern verkommen.

„Die Ekstase wohnt in den Zwischenräumen“

ver­rät Johan­nes End­ers. Und irgendwo auf ihrer Reise durch technische-, sakrale– und Zwi­schen­räume ver­schmel­zen die Natur­auf­nah­men und Stu­dio­ap­pli­ka­tio­nen zu einer orga­ni­schen Ein­heit. End­ers ist ein Kleinod zwi­schen Jazz, Ambi­ent, Elec­tro, Avant­garde und kon­tem­pla­ti­ver Schön­heit gelungen.

Nicht umsonst wird „Dome“ als eine Auf­for­de­rung zum Inne­hal­ten bezeich­net. Das Album dehne die Zeit wird behaup­tet, wofür End­ers nur eine Erklä­rung hat:

„Beim Kom­po­nie­ren besann ich mich auf meine abend­län­di­sche Iden­ti­tät. Da spie­len Kir­chen­räume eine prä­gende Rolle und meine Spi­ri­tua­li­tät ist mir ein wich­ti­ges Gut.“

Wer jedoch sakrale Musik erwar­tet, hat sich gründ­lich geschnit­ten. Eher schon eine per­fekte Sym­biose aus Elek­tro­nik und Natur­klang, Impro­vi­sa­tion und Kom­po­si­tion, Geist­li­chem und Weltlichem. «

Soweit die Alb­um­kri­tik auf laut.de. Und das alles wird es jetzt nicht in Bay­ern, son­dern Bochum geben, in kei­ner roma­ni­schen, son­dern abstrakt-kubistischen Kir­che und nicht von Platte, son­dern unmit­tel­bar. Die Ekstase, wir ahnen es, wohnt in dem Zwi­schen­raum, in dem wir hören.

» Johan­nes End­ers — Reeds, Nils Pet­ter Mol­vaer — Trum­pet, Andy Lut­ter — Church Organ, Gre­gor Hilbe — Drums/Electronics
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