Dampf-Romantik in Bochum-Dahlhausen

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Das Eisenbahnmuseum Bochum und die Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte e.V. feierten an den Museumstagen 29 und 30 April 2017 das Doppel-Jubiläum „40 Jahre Eisenbahnmuseum Bochum und 50 Jahre Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte“ mit einem gemeinsamen Festwochenende im Bahn-Betriebswerk Bochum Dahlhausen. Wir waren vor Ort und haben uns dort umgesehen.

Obwohl wir sehr zeitig am Morgen dort waren schien es schon sehr gut besucht zu werden. Sicherlich hat das Wetter eine große Rolle gespielt, der eigentliche Grund war jedoch - wie wir aus vielen Gesprächen mit Besuchern heraus hörten - der prächtige Fahrzeug-Park an Lokomotiven. Richtige Schätze und Legenden waren darunter, allesamt unter Dampf im Einsatz.

Unter dem Motto "Ost trifft West" handelte es sich dabei um den Zeitraum der parallel laufenden Entwicklung von Lokomotiven und Schienenfahrzeug-Bau bei der Deutschen Bundesbahn und der Deutschen Reichsbahn auf dem Gebiet der ehemaligen DDR.

Somit wurden auf dem Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerks verschiedene Fahrzeugpaare, bei denen jeweils ein Fahrzeug der DDR-Reichsbahn einem adäquaten Fahrzeug der Bundesbahn gegenüber steht, präsentiert. So gab es beispielsweise die jeweiligen Gegenüberstellungen der Dampflok-Paare der Baureihen BR 01, BR 23 und BR 41.

Diese Dampflokomotiven kamen dabei sogar allesamt zum Einsatz und sorgten dementsprechend für Dampf- und Rauchwolken über dem Museumsgelände und fuhren den Zugbetrieb Dampf bespannt auf der Bahnstrecke zwischen dem Eisenbahnmuseum und Essen Hbf. Da das Wetter mit spielte, mal blauer Himmel, mal bewölkt, jedoch ohne Regen, erlebten wir ein schönes Wochenende mit Mitfahrmöglichkeiten auf dem Führerstand und einem bunten Rahmenprogramm mit Scheinanfahrten, rollenden Lok-Paraden, Fahrzeugpräsentationen auf der rollenden Drehscheibe und dazu gab es auch immer wieder Möglichkeiten etwa die Dampfrösser in den Fahrpausen beim Wasser fassen oder bei Wartungsarbeiten unter Dampf hautnah zu bestaunen. Somit boten sich unzählige Motive für Foto- und Filmfans, denn der Fahrbetrieb verlief den ganzen Tag über Nahezu Non-Stop. Es war „richtig was los“ im Betriebswerk.

Wer dann schließlich Müde vom Laufen und Schauen war, konnte sich an der Drehscheibe ausruhen und das Geschehen im Sitzen beobachten. Hier war für das leibliche Wohl gesorgt durch Grill-Würstchen, Bierstand und alles was dazu gehört. Im Lokschuppen gab es Sitzgelegenheiten zu gebackenen Waffeln und Kaffee.

Wir erlebten einen unvergesslichen Tag mit unzähligen Motiven, richtig authentischer Kulisse und so mancher in die Jahre gekommene Eisenbahnfreund erinnerte sich an seine Jugendzeit im Ruhrgebiet. Der Geruch von Kohle und Rauch lag in der Luft und welcher Junge wollte damals in der Hochburg der Dampfeisenbahn nicht Lokführer werden?

Zum 01. Mai gab es für Fotografen noch einen besonderen Foto-Tag.

Autor:

Heinz-Jürgen Klingenhagen aus Dorsten

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