Das Kunstdorf zur Ruhrtriennale 2016 ist wieder da

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Ruhrtriennale 2016: Joep van Lieshout, Gründer und Künstler des Ateliers Van Lieshout hat sichtlich Spaß bei der Vorstellung seiner Arbeit.
 
Ruhrtriennale 2016: Joep van Lieshout ist immer für einen Gag zu haben.
Bochum: Vor dem Foyer der Jahrhunderthalle Bochum |

Das Kunstdorf "The Good, the Bad and the Ugly" ist mit bekannten und neuen Arbeiten auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle in Bochum zurück. Wie im letzten Jahr ist es das Zentrum der Ruhrtriennale für den gesamten Festivalzeitraum bis zum 24. September 2016.

Zu den bereits bekannten Installationen aus dem Atelier Van Lieshout gehören u.a. der namensgebende Trailer "The Good, the Bad and the Ugly", die "BarRectum" und die Gebäudeskulptur "Domestikator".

"Können wir den Menschen noch von der Maschine unterscheiden?"
Der Künstler und Gründer des Ateliers Van Lieshout, Joep van Lieshout, hat sich mit dieser Frage beschäftigt. Seine neuen Kunstwerke "Steam Hammer-House", "House of the Talking Heads" und "Oracle" beziehen sich auf das Thema "Mensch und Maschine" und
komplettieren das bekannte Gebäude- und Skulpturenensemble.

"Steam Hammer-House" ist ein Denkmal für die Industrie vergangener Tage. Es ist eine riesige Skulptur mit eigenem Wohnraum. Durch den Einzug in das Innere der Maschine wird der Mensch eins mit ihr. Die zweite, neue Arbeit ist das "House of the Talking Heads". Hier sind zwei große Automaten-Köpfe miteinander im Gespräch. Das dritte Werk ist ein interaktives Kunstwerk. "Oracle" ist ein gigantischer Kopf aus Stahlstreben mit großen Kulleraugen und einem Mund. Die Besucher können das Kunstwerk aktivieren indem sie "Oracle" SMS senden, die dann das Kunstwerk vorliest. Weiterhin sind mehrere Skulpturen zum Thema "Mensch und Maschine" im Foyer der Jahrhunderthalle aufgestellt.

Das Thema "Mensch und Maschine" bezieht sich auf die Geschichte des Ruhrgebietes, spiegelt jedoch nicht nur die Vergangenheit, sondern bildet auch die gegenwärtige menschliche Verfassung ab. Der Mensch sehnt sich immer stärker nach Natur und ist doch gleichzeitig so abhängig von Technologien wie nie zuvor. Neue Medien, Smartphones, Bioengineering und Robotertechnik werfen die Frage auf: Wird der Mensch mehr und mehr zur Maschine oder die Maschine mehr und mehr zum Menschen?

Refektorium als zentrales Gebäude des Festivaldorfes
Das Refektorium ist auch in diesem Jahr wieder das zentrale Gebäude des Festivaldorfes. Als Spielstätte der Ruhrtriennale wird es für die gesamte Spielzeit interessierten Besuchern und dem Publikum offen stehen.

Es gibt einen eigens für das Refektorium erdachten Spielplan, der für viel Abwechslung - und das bei oft freiem Eintritt - sorgt.

Infos über das komplette Programm des Refektoriums unter ruhr3.com/ref
Info über das Festivaldorf "The Good, the Bad and the Ugly" unter ruhr3.com/goo
Infos zu den Produktionen der Ruhrtriennale unter www.ruhrtriennale.de

Campustriennale: Junge Fotografie trifft auf Ruhrgebiet

Auch die Campustriennale ist wieder mit einer Ausstellung dabei, dieses Mal dreht sich alles um Fotografie. Erstmals wurden Foto-Meisterkurse von Daniel Josefsohn und Julian Röder bei der Ruhrtriennale angeboten.

Wo du lebst, wo du liebst und wofür du dein Geld ausgibst, lautete das Motto des Meisterkurses "Bude Bett Bargeld" von Daniel Josefsohn. Julian Röder formulierte sein Motto mit " Licht unserer Tage", eine Anspielung auf Sichtbares und Unbeachtetes, auf Fortschritt und Vergangenheit. Die vier Fotograf/innen Louisa Boeszoermeny, Jakob Ganslmeier, Gregor Schmidt und Julian Slagman waren unter zahlreichen Bewerbern ausgewählt worden. Sie hatten jeweils rund eine Woche Zeit, um ihre kreativen Visionen mit professioneller Unterstützung im Rahmen der Meisterkurse zu realisieren.

Die entstandenen Arbeiten werden online, im Katalog und in ausgewählten Foyers der Ruhrtriennale-Spielstätten gezeigt.

Infos unter ruhr3.com/bud

Eine traurige Nachricht gibt es leider auch: Daniel Josefsohn verstarb nach schwerer Krankheit am 13. August 2016. Die Eröffnung seines Fotoprojekts und das Erscheinen des zugehörigen Katalogs einen Tag zuvor konnte er nicht mehr miterleben.
Die Werke, die er selber für das Projekt „Bude Bett Bargeld“ fotografierte, sind die letzten, die er vor seinem Tod realisieren konnte.

Quellen: Ruhrtriennale 2016 und Atelier Van Lieshout
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Margot Klütsch aus Düsseldorf | 22.08.2016 | 13:10  
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