Der kleine Drache und die mysteriöse Welt des Neoliberalismus

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Der kleine Drache und die mysteriöse Welt des Neoliberalismus - Acrylfarben auf Holz, 50x70cm, April 2015

Achtung! Diese Bildbeschreibung ist politisch inkorrekt!!

Eines Tages wachte der kleine Drache auf und wollte wie immer den Pilzen in seiner Tonschale den neuen Tag zeigen. Doch dieses Mal war er anscheinend zu früh aufgewacht, denn am Himmel stand noch immer der Mond. Doch ein Blick auf die Regenbogenuhr zeigt ihm, daß es bald 13 schlagen müßte. Außerdem hatte sich die Welt seltsam verändert.
Also ging er mit seiner Pilzschale hinaus um sich das näher anzusehen. Er traf schon bald einen dunkelhäutigen Mann und fragte erstaunt: "Wer bist denn du, und was machst Du hier?" "Ich bin ein Asylant aus Afrika", sagte der Mann, "und esse einen Negerkuß. Aber einen mit "ß", weil ich "SS" nicht mag."
Dann sah der Drache den Sintiundromawagen, und da er Hunger hatte, kaufte er sich dort ein Schnitzel, setzte sich ans Feuer und ließ sich von dem Zigeunerjungen etwas auf der Gitarre vorspielen. Dabei schaute er über die Felder, auf denen genmanipulierte Glyphosaat wuchs, und hinüber zu dem Cannabisraucher neben dem Stinkefingerfelsen. Dabei wunderte er sich über das Schiff mit den vier Schornsteinen, das aufs Meer hinausfuhr, obwohl dort ein hellblauer Eisberg trieb. Dann sah er die verschleierten Frauen, die gerade aus der Pegida-Moschee kamen und sich über die neueste Rede des anti-islamischen Hasspredigers amüsierten. Weit hinten saß Laurence Fink auf seinem schwarzen Geldspeicherfelsen und überlegte, wie er an das restliche Geld der Welt kommen könnte. Immerhin blies die EZB ja noch welches heraus, um die Inflation zu erhalten. Allerdings schienen diese Euroscheine auf dem Weg nach unten irgendwie zu verdunsten. Trotzdem lief die Wirtschaft, und so rief die Rautenfrau zum Polka tanzen auf.
Der Drache sah eine Weile dem DAX-12000-Feuerwerk zu, bevor seine Blicke auf den Pfandflaschensammler fielen. Währenddessen rauchte der Klimagipfel im Hintergrund leise vor sich hin und der Mond hielt sich die Hand vors Gesicht.
"Was ist nur mit der Welt passiert", dachte der kleine Drache, den das Gebrumm der Überwachungsdrohne zunehmend nervte, "Gibt es denn hier keinen Platz mehr für Drachen???"
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