Ehebruch bringt die Welt zum Einsturz

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Anna (Mandana Mansouri) setzt für ihre Leidenschaft zum Offizier Wronski ihre Ehre, ihre gesellschaftliche Stellung und schließlich auch ihr Leben aufs Spiel. Foto: Ruths (Foto: Foto: Ruths)

Prinz-Regent-Theater bringt „Anna Karenina“ auf die Bühne



Mit „Anna Karenina“ hat der russische Schriftsteller Leo Tolstoi nicht nur ein opulentes Gesellschaftspanorama geschaffen, sondern auch ein großes Liebesdrama. Auf genau dieses konzentriert sich Armin Petras‘ Theaterfassung, die Sibylle Broll-Pape jetzt für ihr Prinz-Regent-Theater inszeniert. Premiere ist am Mittwoch, 22. Mai.

Nach Thomas Manns „Buddenbroocks“, deren letzte Aufführung gerade über die Bühne gegangen ist, widmet sich das PRT nun erneut einem „Jahrhundertroman“, der zudem durch zahllose Verfilmungen - vom Stummfilm mit Greta Garbo in der Titelrolle bis zum Hochglanz-Streifen mit Keira Knightley im letzten Jahr - bekannt geworden ist.
Mit einer ähnlichen Opulenz kann das Freie Theater naturgemäß nicht aufwarten - dennoch ist „Anna Karenina“ für PRT-Verhältnisse eine aufwändige Produktion mit gleich sieben Schauspielern.
In der Titelrolle ist mit Mandana Mansouri - belgisch-deutsch-persischer Astammung - ein neues Gesicht am Prinz-Regent-Theater zu sehen. Das Bochumer Theaterpublikum kennt sie als „Kreusa“ in „Medea“. Ebenfalls bekannt von der Königsallee sind Michael Lippold, der vom 2005 bis 2010 fest zum Ensemble gehörte, sowie Anna Döing. Ein bekanntes PRT-Gesicht dagegen ist Helge Salnikau, der den „Ferdinand“ in „Kabale und Liebe“ spielte. Außerdem wirken Richard Saringer, Claudia Mau und Arno Kempf.
Der Hunger nach Liebe und ihre Folgen: Die Geschichte einer Frau, die durch den Ehebruch ihre eigene Welt zum Einsturz bringt, ist der erzählerische Kern von Leo Tolstois Roman, der 1877 erstmals veröffentlicht wurde. Armin Petras‘ Bühnenfassung verdichtet die Vorlage auf drei Paare und drei Beziehungsentwürfe.
Für Regisseurin Sibylle Broll-Pape, die auch für das Bühnenbild verantwortlich zeichnet, ist das Meisterwerk aus dem 19. Jahrhundert auch im 21. Jahrhundert keineswegs verstaubt: „Auch wenn heute die Optionen scheinbar schrankenlos, Ehescheidung und freie Liebe kein gesellschaftliches Problem mehr sind - die Gefühle im Spannungsfeld zwischen Verbindlichkeit, Pragmatismus und dem Absolutheitsanspruch der Liebe sind doch immer noch die gleichen.“
Die Premiere beginnt am Mittwoch, 22. Mai, um 19.30 Uhr, an der Prinz-Regent-Straße 50 - 60. Weitere Vorstellungen stehen am 24., 25., 26. und 29. Mai auf dem Spielplan. Weitere Informationen gibt es unter Tel.: 771117.
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