"Ein Quälgeist - aber einer, der betörend singt": Bernard-Marie Koltès' "Kampf des Negers und der Hunde" in den Kammerspielen des Schauspielhauses

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Alboury (Jana Schulz, im Vordergrund), der betörend singt, gibt keine Ruhe. (Foto: Declair)

Alboury (Jana Schulz) ist ein Quälgeist, aber einer, der betörend singt. Als personifiziertes schlechtes Gewissen führt er den Europäern ihre Verfehlungen im Umgang mit der Dritten Welt vor Augen. - Bernard-Marie Koltès „Kampf des Negers und der Hunde“ in Roger Vontobels Regie wird nur bis Juli am Schauspielhaus zu sehen sein – der scheidende Intendant Anselm Weber nimmt die Inszenierung mit nach Frankfurt.

Es geht um Stück auch um Rassismus, aber noch um viel mehr. Deshalb ergibt es durchaus Sinn, die Rolle des farbigen Mannes Alboury mit der weißen Frau Jana Schulz zu besetzen. Alboury lauert im Bühnenhintergrund und fordert die Leiche seines auf der Baustelle verunglückten Bruders zurück, wenn er den Baustellenleiter Horn (Werner Wölbern) und den Ingenieur Cal (Max Mayer) zur Rede stellt. Horn und Cal sind mit der attraktiven Léone (Luana Velis) beschäftigt, die sich von Alboury faszinieren lässt. Am Ende entlädt sich die bedrückende Situation.
Die beeindruckende Inszenierung wird von den hervorragenden Schauspielern, aber auch von Matthias Herrmanns Musik getragen. Der Cellist agiert auch auf der Bühne.

Termine
- „Kampf des Negers und der Hunde“ ist am Freitag, 26. Mai, um 19.30 Uhr in den Kammerspielen des Schauspielhauses, Königsallee 15, zu sehen.
- weitere Termine: Samstag, 27. Mai, 19.30 Uhr; Samstag, 3. Juni, 19.30 Uhr; Mittwoch, 14. Juni, 20 Uhr; Sonntag, 18. Juni, 19 Uhr; Mittwoch, 21. Juni, 20 Uhr.
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