Eine Kugel aus Dachlatten im Kirchenraum

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Filigran, und doch massig: Die Kugel von Martin Steinert. (Foto: privat)

Kunstkirche präsentiert Arbeit von Martin Steinert



In den letzten Wochen surrte der Akkuschrauber in der Kunstkirche Christ-König, Steinring 34, auf Hochtouren: der in Sarbrücken lebende Künstler Martin Steinert konstruierte dort aus 1,2 Kilometern Dachlatten eine monumentale Kugel. Das fertige Objekt wird mit einer Vernissage am Samstag, 27. August, um 17 Uhr der Öffentlichkeit präsentiert.

Das Jahresmotto "Schöpfung" der Kunstkirche hat der Künstler Martin Steinert mit seiner Arbeit wörtlich genommen und verwandelte den Kirchenraum seit Anfang August in ein Atelier, in dem er schraubte, zimmerte und montierte. Aus dem Allerweltsmaterial Dachlatten, jede 1,8 Meter lang, schuf er einen Körper von acht Metern Durchmesser. Während der gesamten Zeit stand die Kirchentür für interessierte Besucher offen.
Sein Objekt fordert die Wahrnehmung der Betrachter heraus, denn angesichts der außerordentlichen Größe sind es durchaus ambivalente Aspekte, die das Sehen und Erleben begleiten.
Die enorme Ausdehnung markiert eine imposante Setzung im Kirchenraum und relativiert das Verhältnis von Mensch und Werk. Spannungsvoll eröffnet die Installation Wechselwirkungen zwischen der kleinteiligen Struktur der Holzstäbe und dem Format des Körpers, zwischen Kugelgestalt und Raum, organischer Materie und steinerner Architektur, profaner Intervention und Sakralraum.
Zur Einführung spricht heute um 17 Uhr die Kunsthistorikerin Elisabeth Kessler-Slotta. Am Abend um 22 Uhr gibt es in der Kunstkirche eine begleitende Musikperformance von Thomas Zehnter und befreundeter Künstler. Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 25. September, jeweils samstags von 14 bis 17 Uhr und sonntags von 12 bis 15 Uhr.
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