"Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel" - Frank Goosens Kabarett-Viererkette in der Rotunde

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Bochum: Rotunde |

Fußball, Ruhrpott und Literatur sind die Themen in Frank Goosens Kabarett-Programm "Drei Ecken, Ein Elfer", das der legendäre Bochumer Autor und Humorist am Sonntag, dem 18. Juni, um 19 Uhr in der Rotunde, Konrad-Adenauer-Platz 3, präsentiert.

Im Ensemble sind Poetry-Slam-Meisterin Sandra da Vina, Schauspielerin Maria Wolf und Cartoon-Künstler Oliver Hilbring mit auf der Bühne. Im Doppelpass zwischen kecken Pointen und Sentimentalität geht es um das Spiel Elf gegen Elf, dass für die Akteure mehr ist als Sport. "Drei Ecken, Ein Elfer" findet im Rahmen der Eröffnungswoche der traditionsreichen Kulturstätte Rotunde an der Bochumer Ausgehmeile Bermuda3Eck statt.

Pott-Poet Goosen verspricht im aktuellen Fußballunterhaltungsprogramm "punktgenaue Vertikalpässe in die sprachliche Tiefe", schickt zwei seiner Figuren, von denen einer Fußball nicht ausstehen kann, ins Stadion und erinnert sich an das eigene Aufwachsen auf Asche- und Bolzplätzen. Maria Wolf hat nicht nur Erfahrungen als Fußball-Mutter im Gepäck, sondern auch eine irrwitzige Geschichte, in der Polen Weltmeister wird. Die Leidenschaft und Leidensfähigkeit des Fans von Ruhrgebietsvereinen bringt Cartoonist Oliver Hilbring pointensicher auf die Rotunde-Bühne. Poetry-Slammerin Sandra da Vina beweist Esprit in ihrer Beobachtung eines TV-Fußballnachmittags, der erklärt, warum ihr Opa den Kick mit dem Lederball erfunden hat. Das frische Programm, das in der Region nur zwei Mal aufgeführt wurde und für ausverkaufte Häuser wie ein begeistertes Publikum sorgte, geizt nicht mit Aphorismen der Fußballgötter, wie von Zlatan Ibrahimovic oder Lukas Podolski, dessen Schach-Fußball-Vergleich übrigens Jan Böhmermann zugewiesen werden muss, wie das Kabarettprogramm nebenbei aufklärt.

Der beliebte Bochumer Autor und Kabarettist nahm sich im Jahr 2008 vor, ein Kleinkunst-Theater
im alten Bahnhofsgebäude zu eröffnen, was jedoch aus baulichen und bürokratischen Gründen nicht realisiert werden konnte. Andreas Kellner übernahm 2010 das Gebäude und sorgte mit einer abwechslungsreichen Programmgestaltung für den legendären, subkulturellen Ruf der Rotunde, den Sven Nowoczyn, jetziger Geschäftsführer am Konrad-Adenauer-Platz, festigen möchte. Nowoczyn, unterstreicht die Verbundenheit Bochumer Künstler mit der Rotunde : "Goosen kommt hier her und hier gehört er hin." Frank Goosen zählt neben Grönemeyer und Clement zu den bedeutendsten Bochumer Persönlichkeiten der Gegenwart. Neben seinen erfolgreichen Kabarettprogrammen sind seine Bücher Bestseller und wurden teilweise verfilmt ("Liegen lernen", "Radio Heimat"). Er schreibt im Kicker-Sportmagazin sowie in der Stadionzeitung des VFL Bochum, für den er auch als stellvertretender Aufsichtsratvorsitzender fungiert. Goosen freut sich auf viele Fans bei seinem Rotunde-Heimspiel: "Fußballkleidung ist ausdrücklich erwünscht. Zivil geht aber auch."
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