Gerthe bekommt ein buntes Wandbild

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Die Hauswand am Castroper Hellweg verwandelt sich im Juni in ein Kunstwerk. Drei Wochen lang malen deutsche und kubanische Künstler an dem „Mural“.
Das Eine-Welt-Netz NRW (EWN NRW) lässt im Rahmen der Urban-Art-Kampagne „Weltbaustellen“ eine Hauswand in Bochum bemalen. Die Umsetzung vor Ort übernimmt die Humanitäre Cubahilfe (HCH). Eine geeignete Fläche in Gerthe wurde bereits ausgewählt: Direkt am Castroper Hellweg wird die bunte Wand sowohl Autofahrer als auch die Straßenbahnpendler auf die Nachhaltigkeitsbeschlüsse der Vereinten Nationen hinweisen.

Damit wird Bochum schon zum dritten Mal Teil einer internationalen Wandmalaktion des EWN NRW: Das Torhaus 5 an der Alleestraße wurde vor 16 Jahren zur Leinwand der kubanischen Künstler Abel Morejón Galá und Miguel Ángel Salvó Reyes, die sich mit den Bochumer Künstlern Paul Mangen, Jürgen Chill und Henning Dahlhaus auf dem ehemaligen Krupp-Gebäude verewigen durften. 1992 entstand an der Universitätsstraße ein weiteres internationales Wandbild.

„Schon an den beiden letzten Bildern war die HCH als Kooperationspartnerin aktiv
beteiligt. Die Kompetenz kubanischer Muralistas einerseits und die Erfahrungen, die wir gesammelt haben, können wir nun für die Realisation des Bildes nutzen“, sagt Dr. Klaus Piel von der HCH. Auch 2016 werden Henning Dahlhaus und Abel Morejón Galá wieder gemeinsam an dem Mural malen, sie erhalten dabei kreative Unterstützung von dem Dortmunder Künstler Rafael Campaña Ochoa. Die Fläche an der Schwerinstraße 2 in Gerthe eignet sich in besonderem Maße für das Wandbild, da sie sich in Blickrichtung zum Castroper Hellweg – nur einige Meter von der Haltestelle Gerthe-Mitte – befindet.

Eine Auftaktveranstaltung findet am Freitag, 17. Juni, um 15 Uhr im Bochumer Kulturrat, Lothringer Straße 36, statt. Bezirksbürgermeister Heinrich Donner wird das Kunstprojekt im Beisein von Anette Chao Garcia, Leiterin der Außenstelle der kubanischen Botschaft in Bonn, eröffnen. Zwischen dem 18. Juni und dem 8. Juli wird das Wandbild entstehen. Zuvor werden die drei Künstler gemeinsam mit der HCH ein Konzept für das Mural erarbeiten. Thematisch soll das Werk auf die 2015 auf dem UN-Nachhaltigkeitsgipfel beschlossenen Ziele verweisen – wie etwa bis 2030 Hunger und Armut in der Welt zu beenden, allen Menschen weltweit Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Einrichtungen und bezahlbarer Energie zu ermöglichen.

Ein Abschlussfest auf dem Parkplatz vor der Wand ist für den 9. Juli geplant. „Derzeit suchen wir noch einen Sponsor für die Wandfarbe, die Malutensilien und für ein stabiles Marktzelt oder einen Bauwagen als Infopoint vor der Wand und als Unterschlupf bei schlechtem Wetter während der Malphase“, sagt Dr. Klaus Piel.

Neben Bochum werden noch in weiteren 15 NRW-Städten Wandflächen zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen bemalt.
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