In den Kammerspielen feiert am Samstag ein Stück über Demenz Premiere

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André (Bernd Rademacher, rechts) hat Löcher im Gedächtnis. Auch Pierre (Roland Riebeling) erlebt das mit. (Foto: Schauspielhaus)
Dramaturgin Annelie Mattheis stellt das Stück vor, das am Samstag, 13. Februar, in den Kammerspielen des Schauspielhauses Premiere feiert: „Das Drama ´Vater´ des französischen Autors Florian Zeller wird derzeit viel gespielt und läuft auch am Broadway. Da allein in Deutschland 1,5 Millionen Menschen an Demenz leiden, ist auch hier das Interesse an dem Werk groß, das uns die Welt aus der Sicht des Erkrankten zeigt.“
„Es geht“, ergänzt Regisseur Alexander Riemenschneider, „um die Theatralität von Demenz. Der Kranke erkennt sein Zuhause nicht mehr als solches. Das ist die ultimative Form der Obdachlosigkeit.“ Es gehe vor allem auch darum, was die Krankheit über die Gesunden aussagt.
„Die Beziehungen des Kranken werden unsicher. Unser Ziel ist es, diese Unsicherheit für den Zuschauer erfahrbar zu machen“, gibt der Regisseur Einblick.
Auf der Bühne stehen Bernd Rademacher, Sarah Grunert, Xenia Snagowski, Roland Riebeling, Nils Kreutinger und Kristina Peters. Ein achtköpfiger Bewegungschor macht die Verwirrung im Kopf des demenzkranken André sinnlich erfahrbar. „Die Mitglieder des Chors haben bereits Bühnenerfahrung in Theaterprojekten des Schauspielhauses gesammelt. Mit fließenden Bewegungen liefern sie Metaphern für das Erleben des Kranken. Das kann durchaus unheimlich sein“, verrät Regisseur Riemenschneider. Der Bewegungschor wird improvisieren.
Die Premiere findet am Samstag, 13. Februar, um 19.30 Uhr in den Kammerspielen statt. Es gibt evtl. noch Restkarten an der Abendkasse.
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