LANGENDREER LESEABEND Schauspieler lesen … Sie genießen Goethes „Faust"

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LANGENDREER LESEABEND
Schauspieler lesen … Sie genießen
Goethes „Faust"

Dass Goethes Faust in die Gegenwart gehört, konnte in der März Veranstaltung am 23.03.2015 in der Buchhandlung Gimmerthal erfahren werden. Roland von Rauxel präsentierte das Stück in einer szenischen Lesung. Für den Schauspieler eine willkommene Herausforderung.

Es gilt als das bedeutendste und meistzitierte Werk der deutschen Literatur und ist ein Meisterwerk der Weltkultur. Die Reclam Universalbibliothek beginnt mit Goethes Faust und versieht den Band mit der Nr. 1. Die Tragödie ist voller Kraft, Suggestion und Komplexität und passte zu dem Bochumer Schauspieler, als wäre sie ihm auf den Leib geschrieben.
Hier kommen Sprachgewalt, Stimmungen und Charakterzüge zur Geltung. Und noch immer steckt das Stück voller Bezüge zur Gegenwart.

Die bekannten Zitate sind jedermann bekannt: „Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich auch endlich Taten sehn!" „Es irrt der Mensch so lang er strebt." „Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor!" „Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube." „Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein." „Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust!" „Das also war des Pudels Kern!" „Grau, teurer Freund, ist alle Theorie." Hier konnten wir sie alle im richtigem Zusammenhang hören.

Im Mittelpunkt des Fausts steht der Pakt mit dem Teufel. Der zentrale Konflikt rankt sich um die Frage nach der Wahrheit des Lebens. Zwischen Gelehrtenstube und ausschweifender Hingabe an den profanen Genuss, ist es die ungeheuerliche Suche nach dem, was die Welt im Innersten zusammenhält und führt auch den Gelehrtesten an die Grenzen des Verstandes.
Dabei geht es um Wissenschaft, Zauberkraft, Teufelspakt, erste Liebe, Hingabe, Täuschung, Schuld und Tod. Ein großer Stoff mit gewaltigem Inhalt.

Der Bochumer Schauspieler Roland von Rauxel, der u.a. an der Comödie Bochum und beim WDR tätig war, stellte das Stück in einer szenischen Lesung vor und schlüpfte dabei stimmlich und mit wenigen Requisiten in die verschiedenen Figuren. So war es ein Vergnügen die Rollen des Dr. Faust, Mephisto, Gretchen, Marthe und des Schülers neu durch ihn zu erleben.

In der geschickt auf 90 Minuten gekürzten Fassung gab es Faust ohne Staub. Eine humorvoll, schräge und witzige Interpretation im Originaltext. Die Handlung war sehr gut zu erfassen und es zeigte sich, dass der Faust durchaus zum kulturellem Allgemeingut zählt. Besonders das jüngere Publikum war angesprochen, denn es geht neben philosophischen Betrachtungen auch um „Love and Crime". Für Roland von Rauxel war es ein pralles komödiantisches Spielfutter, dass er mit Witz, Humor und Dramatik wunderbar transportierte.
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Kontakt: www.gimmerthal-online.de / nkiesbo@aol.com
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