„Mal nichts mit Fußball...“ Bochumer Autor Ben Redelings schreibt an seinem ersten Kinderbuch

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Ganz entspannt auf neuen Wegen: Ben Redlings arbeitet aktuell an seiner ersten Kinderbuchreihe. Das erste Buch erscheint im Juli dieses Jahres. (Foto: Molatta)

Onken, Keks und Flocke – neue Spitznamen berühmter Profikicker? Mitnichten! Der Mann, der sich als Kenner der hiesigen Fußballszene einen Namen gemacht hat, begibt sich auf ein komplett anderes Terrain. Ben Redelings schreibt derzeit an seinem ersten Kinderbuch.

Ganz fremd ist dem 39-Jährigen dieses Gebiet nicht. Schließlich ist er zweifacher Familienvater, da liegt der Abstecher ins „andere Fach“ durchaus nahe. „Schwanger gegangen“ ist Redelings mit der Idee schon seit rund einem Jahr. Im Urlaub auf der Nordseeinsel Spiekeroog wurde der Plan konkreter, den Fußball literarisch mal kurz beiseite zu schieben und eine nette Geschichte für Kinder zu Papier zu bringen.
Und weil sich auf dem Kinderbuchsektor zuletzt vor allem Fantasygeschichten platziert haben, ist es dem Bochumer Autor ein Anliegen, „zu ganz klassischen Geschichten zurückzukehren“, wie er betont. „Mit Personen, die sich in einem realen Umfeld bewegen, ganz normalen Berufen nachgehen und denen nichts Übersinnliches passiert.“
Herausgekommen ist das Buch um die Hauptfigur „Onken Olsen“, das im Juli erscheint. Olsen lebt als Kapitän auf Grünland. „Einer wunderschönen, kleinen und sehr gemütlichen Insel hoch droben in der Nordsee“, so Ben Redelings. Zweimal am Tag steuert Onken seine Fähre zwischen der Insel und dem Festland hin und her. Zwischen den Fahrten hat der lustige Kapitän eine Menge Zeit für spannende Abenteuer mit Thomas Müller, dem knallgelben Wellensittich, und Schlabbermaul, seinem treuen Hund sowie seinen Freunden Keks und Flocke. Die beiden gehen zur Schule und heißen eigentlich Jonas und Nele. Aber das haben sie selbst schon fast vergessen.
Nach der Arbeit zieht Onken Olsen seine Kapitänsuniform aus, schlüpft in seinen blau-weiß gestreiften Lieblingspullover und macht sich im Dorf nützlich. Onken hat immer viel zu tun. Ob er Metzger Bulette zur Hand geht, Supermarktleiter Großkauf beim Auspacken der Container hilft, Bäcker Pfannkuch in der lecker duftenden Backstube einen Besuch abstattet oder mit Bürgermeister Wichtig draußen auf dem Meer ein paar Krabben fischt – bei jedermann ist Onken Olsen bekannt und beliebt. Und immer hat er einen lustigen Spruch auf den Lippen. Auch wenn es hier und da einmal Probleme gibt – Onken Olsen hat stets eine Lösung parat.
Und dann gibt es da noch den Hafenmeister Sturkopf. Die Grünländer nennen ihn insgeheim ‚Sheriff’, weil er stets aufpasst, dass niemand etwas Verbotenes tut. Onken mag ihn im Grunde sehr gerne, aber manchmal streiten die beiden Freunde auch miteinander – um sich am Ende immer wieder zu versöhnen. „Es sind ganz einfache, nette Alltagsgeschichten. Mein Sohn jedenfalls war begeistert und zufrieden mit dem, was ich da geschrieben habe“, so Ben Redelings.
Liebevoll illustriert werden die Geschichten von der Hamburger Cartoonistin und Illustratorin Dorthe Landschulz. Dass sie dem Kapitän allerdings eine Hakennase verpasst hatte, stieß bei Redelings Sprössling nicht auf Gegenliebe. „Schon eigenartig, dass Kinder mit Hakennasen direkt jemand ‚Bösen‘ verbinden.“ Dem Einwand wurde stattgegeben, Onken Olsen bekam eine dicke Knubbelnase und der Nachwuchs war beruhigt.
Ben Redelings verhehlt nicht, dass sein Buch an eine Kinderbuchreihe angelehnt ist, mit der er selbst groß geworden ist: Pitje Puck, der stets gut gelaunte Briefträger im kleinen Kesseldorf, und dessen Geschichten, die es in Deutschland auf 30 veröffentlichte Bände gebracht haben.
Eine Zahl, die Redelings für sein Projekt als vermessen erachtet. Aber als Serie hat er es durchaus konzeptioniert. Damit das gelingt und das zweite Buch möglichst schnell auf den Markt kommen kann, will er es mit einer „Crowdfunding-Aktion“ finanzieren.
„Über Unterstützung würden wir uns freuen. Die Startnext-Phase ist bereits angelaufen und bietet ein paar besondere ‚Dankeschöns‘. Kinder können sich ihren eigenen Namen hinten im ersten Band verewigen lassen oder eine Wohnzimmer-Lesung erstehen.“

Alle Infos dazu unter:
www.scudettoblog.de
www.startnext.com/onken-olsen
www.onken-olsen.de
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