MindNapping (13): Beyond The Chinese Theatre (von Jan Gaspard)

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Auf den jungen IT-Studenten George Brand, alias „T-Rex“, wartet eine echte Herausforderung als Trimester-Arbeit. Eine „Mission Impossible“, für die sich die attraktive
Kommilitonin Linn prompt als Partnerin anbietet. Doch was hat Linn mit Georges durchgeknalltem Vermieter zu tun? Viele scheinen an Georges Fähigkeiten als Hacker interessiert – Industrielle und Geheimdienste, Militär und Verbrecher-Syndikate.
Im Seattle Underground und dem geheimnisvollem „Chinese Theatre“, kommt es zu einem ersten Showdown. Doch wer hält die Fäden in der Hand? Wer wird der Gewinner sein in diesem Poker um Macht, Spitzen-Technologie und jede Menge Geld? Aber vor allem: wie real ist die schockierende Gefahr?



Nachdem “MindNapping” bereits mit Folge 10 für eine ordentliche Überraschung sorgte, ein Crossover mit dem “Darkside Park”, ist es hier nun die beliebte Serie “Offenbarung 23″, die ein Prequel von Autor Jan Gaspard höchstselbst verpasst bekommt.

Wer “Offenbarung 23″ kennt, weiß bereits, was das für die Handlung bedeutet: Verschwörungsthriller in Reinkultur. Und genau das bekommt nicht nur geneigte O23-Fan hier geboten. Ein strammes Tempo lässt Langeweile keine Chance. Reichlich Wendungen und Täuschungen sorgen für mehr als einen “Aha”-Moment.

Und natürlich kommt die Frage: Funktioniert es ohne Vorkenntnis von “Offenbarung 23″? Ja. Da “Beyond The Chinese Theatre” als Prequel fungiert, kommt man ganz ohne Vorkenntnisse aus. Für diejenige allerdings, die “T-Rex” & Co. schon seit Jahren begleiten, macht die Folge natürlich auch Spaß, denn auch wenn es ohne Vorkenntnisse geht, wird man bei den agierenden Charakteren natürlich manche Situation anders erleben, weil man weiß, wie sie sich entwickeln werden.
So oder so hat Jan Gaspard hier eine verdammt starke Folge geschaffen.

Die Sprecher: Alles so 'offenbarig' hier

Hauptsprecher Alex Turrek, Till Hagen (synchronisiert u.a. Kevin Spacey) und Helmut Krauss (synchronisiert u.a. John Goodman) – neben dem Originalautoren der Serie hat Patrick Holtheuer auch die Originalsprecher der Serie verpflichtet – die Kontinuität wird also gewahrt, was der Authentizität natürlich nicht nur ein wenig zu Gute kommt, sondern diese regelrecht definiert. Daß alle wieder stramme Leistungen abliefern, muß kaum erwähnt werden.

Hinzu gesellen sich ein sehr starker Engelbert von Nordhausen (synchronisiert u.a. Samuel L. Jackson), der den zwielichtigen Professor McCormick ganz ausgezeichnet spielt, Martin Keßler (sycnronisiert u.a. Vin Diesel und Nicolas Cage) als "Irgendwie-Navy-Seal" Chris Nelson, der diesen "leicht" schwankungsanfälligen Charakter mit der Keßler-typischen Coolness spielt, mit der er schon Nicolas Cage in seinen besten Rollen und Vin Diesel die passende Stimmfärbung im Deutschen verpasst. Und Luise Lunow als “alte Chinesin” – wunderbar. Man kauft ihr die, wie T-Rex sie nennt, “alte Hexe” sofort ab. Und Nana Spier (synchronisiert u.a. 'Buffy') muss natürlich ebenfalls erwähnt werden: Als Kommilitonin von “T-Rex” macht sie wie eh und je eine gute Figur – eine Stimme, die einfach immer begeistert.

Ach ja: Officer Decker, ein alter Bekannter aus der MindNapping-Reihe, ist ebenfalls wieder dabei. Erneut wird der mittlerweile weit gereiste Polizist von Gordon Piedesack gesprochen, der den alten Skeptiker und Brummelbär wieder wunderbar kauzig rüberbringt.

Musik & Effekte: Rock the underground

Bislang gab es keine Ausrutscher in der Reihe, warum also sollte es hier anders sein? Eben. Die Geräuscheffekte sind einmal mehr stark gesetzt – egal ob es Hubschraubereinsätze sind, Naturklänge, Atmosphären diverser Örtlichkeiten, einstürzende Altbauten oder ein einfaches Karussell. Letzteres ist natürlich vor allem über Kopfhörer sehr gut gemacht, da das Panning bei der Fahrt den Hörer wirklich “mitnimmt”.

Musik gibt es wieder von Sebastian Pobot – respektive: Passend gemacht und passend eingesetzt. Sehr schön ist im übrigen auch der Einsatz eines etwas härteren Rockstücks – nicht als Selbstzweck, versteht sich, sondern auch um die nicht gerade zimperliche Gangart auch über die Musik rüberzubringen.

Fazit:

“Beyond The Chinese Theatre” ist für mich eine der besten Folgen der Reihe “MindNapping” bislang überhaupt. Jan Gaspard hat einen tempo- und actionreichen Verschwörungsthriller ersonnen, den Patrick Holtheuer gekonnt in Szene gesetzt und mit sehr starken Sprechern und wunderbar realistischer Effekt-, sowie passender Musikuntermalung zum Leben erweckt hat.
“Offenbarung 23″-Fans kommen um diese starke Folge ebenso wenig rum, wie normale Thrillerfans.
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