Prinzregenttheater bringt Frank Goosens Roman "Sommerfest" auf die Bühne

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Hund Big Foot, der hier Jost Grix (links) bedrängt, wurde eigens für dieses Fotoshooting gecastet. (Foto: Schuck)
Nach dem Tod seines Onkels kehrt Stefan (Jost Grix) ins Ruhrgebiet zurück, um dessen Haus zu verkaufen. Eigentlich will er möglichst schnell zurück in seine Wahlheimat München. Doch dann begegnet ihm seine Sandkastenfreundin Charlie wieder, mit der ihn eine tiefe Liebesbeziehung verbindet. Das ist in groben Zügen der Plot von Frank Goosens Roman „Sommerfest“, den das Prinzregenttheater nun auf die Bühne bringt – und das mit nur drei Schauspielern. Neben Grix stehen Thomas Kemper und Nermina Kukic auf der Bühne, die jeweils mehrere Rollen spielen. Kemper ist dem Publikum des Prinzregenttheaters bereits aus dem Dauerbrenner „Offene Zweierbeziehung“ bekannt.
„Stefan rennt vor Bochum weg, aber Bochum ist stärker“, fasst Theaterleiterin und Regisseurin Romy Schmidt zusammen. Das Roadmovie sei nicht zuletzt eine Hommage an Bochum. Schauspielerin Kukic ist ein weiterer Aspekt wichtig: „Es geht um Stefans inneren Roadtrip, der einer Achterbahnfahrt gleicht.“ Da stellt sich natürlich die Frage nach dem Bühnenbild, das wie die Kostüme von Sandra Schuck stammt. Zu viel will sie noch nicht verraten. „Es ist unser bisher größtes Bühnenbild“, gibt sie immerhin schon preis. Und weiter: „Das sehr große Objekt steht zugleich für Stefans Innenwelt und für Bochum.“ „Das wandelbare Bühnenbild“, ergänzt Dramaturg Frank Weiß, der auch die Bühnenfassung erstellt hat, „verweist auf die Wandelbarkeit der Figuren.“
Weiß verspricht eine Mischung aus „zuckersüßen und knallharten Geschichten“. Über die Zusammenarbeit mit Romanautor Frank Goosen erzählt er: „Er hat mir geraten, nicht zu vorsichtig mit der Romanvorlage umzugehen, und mir viele Freiheiten gelassen.“ Der Fokus der Bühnenfassung liege auf den Hauptsträngen der Handlung des 320 Seiten starken Romans. „Im Mittelpunkt“, ergänzt Regisseurin Schmidt, „steht die Liebesgeschichte zwischen Stefan und Charlie, durch deren Augen das Publikum die Geschichte wahrnimmt.“
Nermina Kukic verortet diesen Hauptstrang im Kontext des Theaterstücks: „Es geht um Folklore. Wie durch ein Brennglas wird das Ruhrgebiet als Heimat betrachtet.“ Romy Schmidt spricht in diesem Zusammenhang von einem „Ruhrpott-Kosmos“. „Andererseits“, wirft Schauspieler Jost Grix ein, „könnte die Geschichte überall spielen.“ Kukic verweist zudem darauf, dass Erfolgsregisseur Sönke Wortmann zurzeit damit beschäftigt ist, „Sommerfest“ für das Kino zu adaptieren. Dabei werden natürlich deutlich mehr als drei Schauspieler zum Einsatz kommen. „Gerade die Umsetzung mit wenig Personal bedeutet aber großen Spaß. Diese Begrenzung ist spannend. Das Theater bietet eine größere Direktheit als der Film“, sagt Frank Weiß. Romy Schmidt pflichtet bei: „Die Umsetzung mit drei Schauspielern ist sehr dicht. Das bedeutet für uns eine Herausforderung.“
Nermina Kukic schätzt an dem Stück vor allem die vielen Tempowechsel. Frank Weiß verspricht: „Das Ganze wird lustig, melancholisch und sehr abwechslungsreich und spricht ein breites Publikum an. Ein echter Feel-good-Abend.“ - Und wer könnte den nicht gebrauchen?

Termine
- Die Premiere am Freitag, 3. Juni, um 19.30 Uhr im Prinzregenttheater, Prinz-Regent-Straße 50-60, ist bereits ausverkauft.
- Auch am Freitag, 10. Juni, besteht um 19.30 Uhr Gelegenheit, das Stück zu sehen.
- Weitere Termine: Samstag, 11. Juni; Freitag, 17. Juni; Samstag, 18. Juni; Sonntag, 19. Juni. Alle Vorstellungen beginnen um 19.30 Uhr.
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