Prinzregenttheater zeigt Roman-Adaption „Bilder deiner großen Liebe“

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Isa mal drei: Johanna Wieking, Miriam Berger und Linda Bockholt (von links). (Foto: Schuck)
Die Bühnenversion des Romans „Tschick“ begeistert am Prinzregenttheater Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen. Der mittlerweile verstorbene Autor Wolfgang Herrndorf hat einen unvollendeten Roman hinterlassen, in dem eine Figur aus dem vielbeachteten Roman „Tschick“ wieder auftaucht, nämlich Isa. Das Fragment trägt den Titel „Bilder deiner großen Liebe“. Dieses Romans hat sich an der Prinz-Regent-Straße nun Regisseur Frank Weiß angenommen, der verspricht: „Auch dieses Stück eignet sich für interessierte Jugendliche.“

Zwar sei das neue Drama an „Tschick“ angelehnt, es gebe aber auch deutliche Unterschiede zwischen den beiden Stücken. „´Bilder deiner großen Liebe´ hat eine ganz andere Melancholie und Schwere“, ordnet der Regisseur ein, „´Tschick´ verfügt dagegen über einen ausgeprägteren Plot.“ Die Melancholie scheint dabei vornehmlich der Tatsache geschuldet, dass Isa psychisch krank ist. Sie bricht aus einer psychiatrischen Klinik aus, um sich auf eine innere Reise zu begeben. „Es geht aber in erster Linie um eine Freundinnengeschichte, nicht um eine Krankheitsgeschichte. Isa ist liebenswert und verletzlich – ein ganz normales Mädchen“, sagt Weiß. Johanna Wieking ist – wie schon in „Tschick“ - erneut als Isa zu sehen. Über „Bilder deiner großen Liebe“ sagt die Schauspielerin: „Nach dem wichtigen, aber kurzen Auftritt in ´Tschick´ gibt es nun die Gelegenheit, Isa von einer anderen Seite kennenzulernen. Der Blick auf sie geht diesmal tiefer. Auch sind ihre Begegnungen mit anderen Menschen nicht so positiv wie die mit Maik und Tschick im Vorgängerstück.“

Wenn es darum geht, Isa ein Gesicht zu geben, ist Wieking nicht auf sich allein gestellt. „Ich habe“, so Frank Weiß, „die Rolle der Isa auf drei Frauen verteilt. Die verschiedenen Fragmente der Seele kommen so miteinander ins Gespräch.“ Neben Wieking stehen Miriam Berger und Linda Bockholt auf der Bühne. Bockholt verrät: „Mein Part ist das Fühlen.“ - „Bei mir geht es ums Denken“, hakt Berger ein. Als Wieking anfügt, sie sei die Macherin, ist das dann keine Überraschung mehr. Diese Aufteilung der Isa-Figur unterscheidet die Fassung des Prinzregentheaters von anderen Aufführungen von „Bilder deiner Liebe“, etwa in Dresden und Potsdam.

Die Besetzung lässt auch aus einem anderen Grund aufhorchen, denn Linda Bockholt ist den Bochumern bisher vor allem als Musikerin bekannt. So wird sie Ende Februar beim Acoustic Monday im Mandragora zu sehen und zu hören sein. Sie erzählt: „Ich sehe mich in erster Linie als Musikerin und habe von meinen beiden Kolleginnen viel gelernt, was die Schauspielerei betrifft.“ Musikalische Fähigkeiten sind in „Bilder deiner großen Liebe“ aber ebenso wichtig wie darstellerisches Können. Regisseur Weiß verspricht: „Es gibt Live-Musik.“ „Wir spielen Gitarre, Schlagzeug, Bass, Keyboard und Xylophon“, ergänzt Wieking. Die stilistische Bandbreite reicht von Rap über Punk und Gospel bis Schlager. So will „Bilder deiner großen Liebe“ bei aller Melancholie auch unterhalten. „Wie in einem Feel-good-Movie gibt es die ganze Bandbreite der Gefühle“, verspricht Frank Weiß.

Termine
Seine Premiere feiert „Bilder deiner großen Liebe“ am Donnerstag, 25. Februar, um 19.30 Uhr.
Auch am 26. und 27. Februar ist das Stück um 19.30 Uhr zu sehen.
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