Religiöse Vielfalt im Ruhrgebiet - Foto-Ausstellung im Industriemuseum Zeche Hannover

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(Foto: LWL-Industriemuseum: Annette Hudemann)

Buddhisten in Bochum, Hindus in Hamm, Orthodoxe in Oberhausen: Das Ruhrgebiet ist eine Region der religiösen Vielfalt. Tiefe Einblicke in das bunte Bild der Religionen gibt die Foto-Ausstellung "Im Guten Glauben. Religiöse Vielfalt im Ruhrgebiet", die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Freitag, 19. April, in seinem Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum eröffnet.

Die Herner Fotografin Brigitte Kraemer hat sich auf die Spuren der Religionen und Konfessionen im Ruhrgebiet begeben und mit ihrer Kamera die Glaubenswelten des Ruhrgebiets zwischen Fest, Gebet und Alltag der Gemeinden festgehalten. "Im Mittelpunkt stehen die Menschen und die Orte der Frömmigkeit. In der Gesamtschau werden dabei Gegensätze, aber auch oft überraschende Ähnlichkeiten erkennbar", erklärt LWL-Museumsleiter Dietmar Osses.

Neben lang etablierten Religionen und alten Traditionen der beiden großen christlichen Kirchen treten heute viele neu gewonnenen Riten. Mancherorts prägen imposante Gotteshäuser wie der Dom in Essen das Bild der Stadt, doch auch in Hinterhöfen und ehemaligen Industriebauten finden Gottesdienste von Religionsgemeinschaften statt. So finden sich im Ruhrgebiet viele kleine Moscheen in ehemaligen Wohnhäusern oder Werkstätten, und der Hinduistische Sri Varasithi Vinayagar Tempel in Hattingen ist in einer ehemaligen Werkshalle zu finden.

Das stille Gebet, fern ab der Öffentlichkeit, bleibt den Blicken Außenstehender im Alltag meist verborgen. Die Bilder der Herner Fotografin Brigitte Kraemer geben Einblicke in neue Glaubensräume und vergessen geglaubte Traditionen, zeigen rauschende Feste und stille Gebete, repräsentative Prozessionen und innere Einkehr. "Die Blicke auf die vielfältige religiöse Praxis zeigen dabei das Gemeinsame in der Vielfalt und das Fremde im scheinbar Bekannten", so Osses.

Die Ausstellung führt die Besucher zu Prozessionen der Hindus zum Sri Kamadchi Ampal Tempel in Hamm, der jüdischen Gemeinde zur Bochumer Synagoge und der katholischen Gemeinden auf die Halde Prosper-Haniel in Bottrop. Sie zeigt Feste und Alltag in der Mescid-i Aksaa Moschee in Gelsenkirchen und der Fatih Moschee in Essen, im Sri Varasithi Vinayagar Tempel in Hattingen und der syrisch-orthodoxen Sankt Petrus und Paulus Kirche in Herne.

Die Fotos geben Einblicke in die griechisch-orthodoxe Gemeinde in Herten, die slowenische und die polnische Gemeinde in Essen, die afrikanische Gemeinde in Oberhausen wie auch in die ökumenischen Gottesdienste in Oberhausen. Ausblicke in den buddhistischen Ekö;-Tempel in Düsseldorf und in die Gurdwara Singh Sabha Gemeinde der Sikhs in Moers vervollständigen das Bild der religiösen Vielfalt in der Region.
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