RVR und Jahrhunderthalle Bochum schließen Standortvertrag für die nächsten Zehn Jahre

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Bochum, Jahrhunderthalle, 21.08.2017 Unterzeichnung Standortvertrag für die nächsten zehn Jahre zwischen Regionalverband Ruhr RVR und der Bochumer Veranstaltungs-GmbH. Auf dem Bild RVR Beigeordneter Martin Tönnes und Andreas Kuchajda, Geschäftsführer der Bochumer-Veranstaltungs-GmbH. Foto Volker Wiciok im Auftrag des RVR
Bochum: Jahrhunderthalle | Bochum [ENA] Der Regionalverband Ruhr (RVR) und die Bochumer Veranstaltungs-GmbH setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Der neue Standortvertrag sieht vor, dass in den kommenden zehn Jahren rund neun Millionen Euro von Land und RVR in die Grundsicherung und Instandsetzung fließen.

am 21.08.17 wurde der Vertrag von dem beim RVR für die Industriekultur zuständigen Beigeordneten Martin Tönnes und Andreas Kuchajda, Geschäftsführer der Bochumer Veranstaltungs-GmbH unterschrieben. Martin Tönnes:"Die Industriekultur ist ein Attraktivitätsfaktor und wahrer Anziehungspunkt für die Metropole Ruhr. Die Steigerung um fast 40 Prozent bei den Übernachtungszahlen gegenüber dem Jahr 2009 belegt dies eindrucksvoll. Die Erinnerungsorte unserer regionalen Identität werden durch das gemeinsame Engagement von Land und RVR gesichert und dies zahlt sich auch wirtschaftlich aus.

Martin Tönnes:"Die Industriekultur ist ein Attraktivitätsfaktor und wahrer Anziehungspunkt für die Metropole Ruhr. Die Steigerung um fast 40 Prozent bei den Übernachtungszahlen gegenüber de Jahr 2009 belegt dies eindrucksvoll. Die Erinnerungsorte unserer regionalen Identität werden durch das gemeinsame Engagement von Land und RVR gesichert und dies zahlt sich auch wirtschaftlich aus. Es ist eine Verpflichtung für die Region und das Land unsere Geschichte und unser größtes touristisches Kapital zu sichern und zu erhalten."

Andreas Kuchajda: „Um die Funktionalität der Bauwerke zu erhalten und die Sicherheit der Besucher gegenwärtig und für die Zukunft zu gewährleisten, sind, wie auch bei anderen berühmten Denkmälern ähnlicher Bauwerke (Eiffelturm in Paris, Tower Bridge in London) regelmäßig umfangreiche Instandsetzungs und Erhaltungsmaßnahmen notwendig. Und die dürfen nicht nur „Schminke“ sein, denn die Häuser sind ständig in Betrieb und das soll auch langfristig so bleiben.“

Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch: "Die Jahrhunderthalle ist zu einem echten Wahrzeichen Bochums geworden. Das Gebäude-Ensemble im Westpark ist nicht nur ein Aushängeschild für unsere Stadt, sondern ein Energiezentrum für die gesamte Metropole Ruhr. Sie steht für denStrukturwandel und ist ein innovatives Haus für kulturelle Veranstaltungen. Die unglaubliche Wandelbarkeit der Halle überrascht mich auch selbst immer wieder,mit Veranstaltungen wie der Ruhrtriennale über die 1Live Krone und Urbanatix bis zum Eissalon Ruhr und dem Fahrradsommer. Die Jahrhunderthalle kann alles."

Für die Jahrhunderthalle Bochum ergibt sich aus der gemeinsamen Vereinbarung eine Grundsicherung von rund 700.000 Euro jährlich (bislang rund 580.000 Euro). Dieser Betrag steht erstmalig 2017 zur Verfügung. Die Bochumer Veranstaltungs GmbH wird ergänzend dazu einen Eigenanteil erbringen. Zudem fördert der RVR die Instandsetzung des Industriedenkmals mit rund 190.000 Euro pro Jahr.In den vergangenen zehn Jahren wurden für die Instandsetzung der Jahrhunderthalle Bochum insgesamt rund eine Million Euro aufgewendet um den Standort zu erhalten. Darunter fielen unter anderem Reparaturen an der Ostfassade der Halle 3, den Hallenböden und dem Ostbalkon des Foyers.

Im Rahmen des neuen Vertrages engagieren sich Land und RVR stärker als bisher an den fünf Großstandorten Gebäudeensemble Jahrhunderthalle Bochum, Welterbe Zollverein (Zeche und Kokerei), Landschaftspark Duisburg-Nord, Gasometer Oberhausen sowie Kokerei Hansa in Dortmund. Das Land NRW hebt seine Unterstützung für die Grundsicherung der herausragenden Industriedenkmäler von jährlich 3,6 auf 5,6 Millionen Euro bis 2026 an. Der RVR erhöht seinen Zuschuss für Instandsetzungen an den Großstandorten von 2,5 auf 3,9 Millionen Euro pro Jahr. Insgesamt stehen pro Jahr somit 9,5 Millionen Euro für die fünf Standorte bereit.

Die Route der Industriekultur erschließt auf einem 400 Kilometer langen Straßenrundkurs das industriekulturelle Erbe der Metropole Ruhr. Zum Kernnetz zählen 25 bedeutende Industriedenkmäler, die sogenannten Ankerpunkte, sowie 17 Aussichtspunkte und 13 Arbeitersiedlungen. 2016 erreichten die Besucherzahlen an diesen 25 Ankerpunkten mit rund 6,5 Millionen Gästen einen neuen Rekord. Allein 3,7 Millionen Besucher entfielen auf die fünf Großstandorte, davon schon 1,5 Millionen auf Zollverein.
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