Schopenhauers Weisheit

Anzeige

(Arthur Schopenhauer, Pessimismus Philosoph,
1788-1860, letztes Werk: Aphorismen zur Lebensweisheit)


Das Beste sei der Mensch alleine,
nicht durch den Schein im Kopfe andrer,
das Fremdbild leider trügend lügt,
so ist das Selbstbild überzeugend
für eigene Taten, eigenen Geist.

Und Eitelkeit und Stolz empfinden
die ruhmessüchtig schwachen Wesen,
doch ihr erstrebter Wunsch, Begierde,
betrachtet faktisch in der Nähe
wird klein wie eine Augentäuschung.

Statt nach Genuss und Glück zu jagen
vermeide man das Leid, die Schmerzen,
denn bietet doch die Welt Belehrung
in Rückschau im Zusammenhang
und nicht das sinnlich große Glück.

Der Arme kämpft mit seiner Not,
doch Reiche bergen Langeweile
bei geistloser Geselligkeit
denn leichter ist man zu ertragen
mit der Ergänzung anderer.

Erstrebenswert ist Geistesruhe
in der Zurückgezogenheit,
denn wessen Geist wie eine Orgel
sein Inneres zum Klingen bringt,
scheut die Gemeinheit der Gesellschaft.
3
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
2.657
Ingrid Geßen aus Essen-West | 20.08.2015 | 06:55  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.