Spielzeit 2015/2016 im Schauspielhaus Bochum: Von Tschechow bis Monty Python

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Ein „Theater für alle“ will das Schauspielhaus auch in der nächsten Spielzeit sein. Foto: Küster (Foto: Foto: Küster)

Mit dem Tschechow-Stück „Der Kirschgarten“ startet das Schauspielhaus am 5. September in die neue Spielzeit. Regie führt der Ungar Tamás Ascher, der damit zum ersten Mal in Bochum arbeitet und international als Tschechow-Experte gilt.

Erneut wird es zwei doppelte Premierenwochenenden zum Auftakt geben: Am Tag darauf inszeniert Lisa Nielebock die Dramatisierung des Romans „Hiob“ von Joseph Roth. Schauspielerin Jana Schulz wird die Hauptrolle übernehmen.
Am zweiten Premierenwochenende zeigt das Schauspielhaus am 11. September mit „Monty Python‘s Spamalot“ die bisher wohl größte Musikproduktion an der Königallee – mitsamt Tänzern und Orchester. „Regisseur Christian Brey sagt, dass der Humor von Monty Python eigentlich im Ruhrgebiet zuhause sei“, schmunzelt Intendant Anselm Weber und hofft – wohl nicht zu unrecht – auf den nächsten Kassenmagneten.
Zweite Premiere an diesem Wochenende wird die Uraufführung von Christoph Nußbaumeders neuem Stück „Das Fleischwerk“ sein. Regisseur Robert Schuster arbeitet zum ersten Mal in Bochum.
Insgesamt sind rund 20 Neuproduktionen geplant, daraunter vier Uraufführungen – neben dem Stück von Christoph Nußbaumeder auch ein neues Stück von Lutz Hübner, das den Arbeitstitel „Wunschkinder“ trägt. Eine geplante Uraufführung jedoch musste Intendant Anselm Weber absagen: Das neue Stück von Dirk Lauke wird nicht, wie geplant, in Bochum zu sehen sein: „Wir müssen darauf verzichten, weil wir es uns schlicht nicht leisten können.“
Das stets beliebte Familienstück wird in diesem Jahr erneut Henner Kallmeyer inszenieren – mit dem „Kleinen Ritter Trenk“ kommt ein wahrer Kinderbuchliebling auf die Schauspielhaus-Bühne.
Man habe bewusst kein Spielzeitmotto gewählt, so Dramaturg Olaf Kröck, doch im Laufe der Vorbereitungen haben sich das Thema „Generationen“ als verbindendes Glied erwiesen. Welches Verhältnis haben die Generationen zueinander, wie können sich Jung und Alt gegenseitig bereichern? Zahlreiche Produktionen der kommenden Saison beschäftigen sich auf unterschiedlichste Weise mit dem Thema Generationen, neben Josef Roths „Hiob“ außerdem Schillers „Don Karlos“, Ayckbourns „Familiengeschäfte“, „Vater“ von Florian Zeller und nicht zuletzt das neue Stück von Lutz Hübner.
Auch die neue Arbeit des „kainkollektiv“, das schon für den Abschluss des Detroit-Projektes verantwortlich war, setzt sich im weitesten Sinn mit dem Thema Generationen und dem Zusammenleben der Kulturen auseinander: „C/O Brunnenplatz.“ wird in der Hustadt entstehen und erlebt seine Uraufführung im Juni nächsten Jahres am dortigen Brunnenplatz.

Das neue Spielzeitheft mit der Vorschau auf die Saison 2015/2016 liegt ab sofort im Abo-Büro und an der Theaterkasse aus und ist auch als Download auf der Schauspielhaus-Homepage erhältlich.

Hintergründe zum Wechsel von Schauspielhaus-Intendant Anselm Weber von Bochum nach Frankfurt gibt es hier:
"Künstlerische Arbeit ist massiv gefährdet"
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