Tag des offenen Denkmals in Bochum: Brücken, Brot und mehr

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Die Brücke an der Rottstraße wurde zum Kunstlichttor 3. Die Bochumer Brücken sind eins der Themen beim „Tag des offenen Denkmals“. Archivfoto: Molatta (Foto: Foto: Molatta)

Der bundesweite „Tag des offenen Denkmals“ steht in diesem Jahr unter dem Motto „Handwerk – Technik – Industrie“. Wenn am Sonntag, 13. September, Bochumer Denkmäler ihre Türe öffnen, werden Handwerk und Technik der Stadt gleichsam lebendig: Unterstützt von Handwerkern und Restauratoren, erzählen die Gebäude und Gegenstände ganz eigene spannende Geschichten.

Ein Highlight ist der (Wieder-)Aufbau des historischen, unter Denkmalschutz stehenden Brotbackofens am Kotten „Bergmanns Hof“ an der Höfestraße 71 Laer. Vor Jahrzehnten zusammengestürzt, wird er am Tag des offenen Denkmals von der Pächtergemeinschaft des Kottens denkmalgerecht wieder aufgebaut. Besucher haben die Möglichkeit, mit anzufassen. Annkathrin Schwedhelm gibt dazu die passenden Erläuterungen. Wie der Ofen einst beschaffen war, berichtet ein alter Aufsatz von 1958, der den Laerschen Ofen genauestens beschreibt – inklusive detaillierter Angaben über das damals verwendete Mehl, das Anfeuern des Ofens und die traditionellen Brotsorten Schwarzbrot und Stuten.
Am Bergmanns Hof können Besucher außerdem Möbelrestauratorin Doris Arndt bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen und sich die Geschichten einiger ausgewählter Stücke erzählen lassen.
Eine weitere Veranstaltung widmet sich einer der bedeutendsten Goldschmiedinnen der Nachkriegszeit, die aus Bochum stammte: Elisabeth Treskow. Ihr berühmtestes Werk ist nicht nur Fußballfans bestens bekannt: Es ist die Meisterschale der Deutschen Fußball-Liga. In ihrer Heimatstadt existieren Altargeschirr der Künstlerin sowie die Königskette der Maiabendgesellschaft und ein Diadem für die Schützenkönigin. Die Stücke werden am Tag des offenen Denkmals im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 45, ausgestellt – erläutert von Goldschmiedemeisterin Gudrun Meyer.
Zu den Themen des Denkmaltags in Bochum gehören außerdem die Brücken des Gleisdreiecks, die seit 2003 nach und nach zu „KunstLichtToren“ umgestaltet werden. Zu diesen Brücken bietet Richard Höwische von 12 bis 14 Uhr sowie von 15 bis 17 Uhr Führungen an. Treffpunkt ist jeweils die Gleisdreick-Brücke an der Dorstener Straße.
Als verborgenes Kleinod präsentiert sich die Kirche St. Nikolaus von der Flüe an der Dorstener Straße 368 mit ihrem auffälligen, freistehenden Glockenturm und ihren Kunstwerken. Shanice Lessmann gibt dazu von 12 bis 17 Uhr Erläuterungen.
Unter dem Motto „Sie läuft wieder“ präsentiert die St. Vinzentius-Kirche Harpen, Bochums älteste Kirche, ihre restaurierte Turmuhr. Führungen werden von 13 bis 17 Uhr angeboten. Restaurator Werner Glock gibt dazu die Erläuterungen.
Zum „Tag des offenen Denkmals“ spielen auch Schülerinnen und Schüler der Bezirksmusikschule Süd ein buntes Programm. Es reicht vom „Pippi Langstrumpf“-Lied bis zur Händel-Sonate. Das Konzert beginnt um 11 Uhr in der Scheune von Haus Kemnade, An der Kemnade 10. Dort stehen an diesem Tag ein schöner Flügel für das Konzert und zusätzlich ein Klavier, das die Kinder und Jugendlichen nach Herzenslust spielen dürfen. Die Klavierbaumeister Reisberg und Gravenhorst demonstrieren, wie man solch ein Instrument stimmt und kleine Reparaturen ausführt. Ab 13.30 Uhr gibt es ein kleines Konzert für Sopran-Saxophon und Klavier. Anette Hatting begleitet dabei Jörg Gravenhorst. Der Eintritt zu diesen beiden Veranstaltungen ist frei.

INFORMATIONEN:



- Alle Orte können von den Besuchern zwischen 12 und 17 Uhr selbstständig erkundet werden, es finden überall Führungen und Erläuterungen statt. Daneben werden zwei Busrundfahrten mit historischen Bussen angeboten. Sie fahren ab 12 Uhr am Rathausvorplatz ab. Die Teilnahme ist kostenpflichtig.
- Das ganze Programm ist zu finden unter www.kortumgesellschaft.de.
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