Transnationales Theaterprojekt "Kula - Nach Europa" in den Kammerspielen des Schauspielhauses

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Szenenfoto (Foto: Abbiento)

Mit „Kula – Nach Europa“ präsentiert das Schauspielhaus ein transnationales Theaterprojekt in deutscher, französischer und persischer Sprache mit deutschen Übertiteln. Ein deutsch-französisch-afghanisches Ensemble stellt die Frage, was Europa auseinandertreibt, was immer noch für Zusammenhalt sorgen könnte und wie das Zusammenleben verschiedener Kulturen funktioniert.

Kula ist der Name eines Tauschsystems, das in Neuguinea zwischen Einheimischen verschiedener Inseln praktiziert wird. Getauscht werden bedeutsame Gegenstände, deren Wert ökonomisch zwar nicht messbar, sozial aber von enormer Bedeutung ist. Die Objekte laden sich im Verlauf des Tauschprozesses mit einer Botschaft des Friedens und der Verständigung auf. Dieses Tauschprinzip wird am Theaterabend aufgegriffen – schließlich geht es um die Weitergabe von Geschichten.
Gemeinsam mit seinem Ensemble untersucht Regisseur Robert Schuster Möglichkeiten und Beschränkungen der Verständigung zwischen Künstlern europäischer Länder und einem nicht-europäischen Land.
Es war geplant, die afghanische Theatergruppe AZDAR, die wegen einer politisch brisanten Inszenierung von den Taliban bedroht wird, erstmals nach Deutschland zu holen. Trotz aller Bemühungen haben die Künstler aber bis heute von der Deutschen Botschaft in Kabul keine Visa für die Einreise nach Deutschland erhalten. Die Abwesenheit der Schauspieler ist der politische Kern des Stücks „Kula – Nach Europa“. Ein Folgeprojekt, das die Macher dieses Stücks gemeinsam mit AZDAR realisieren wollen, ist bereits in Planung. Es soll nach Möglichkeit in Deutschland auf die Bühne kommen, um gesellschaftlichen Tendenzen zur Abschottung entgegenzuwirken.
„Kula – Nach Europa“ ist eine Produktion des Deutschen Nationaltheaters Weimar mit dem Kunstfest Weimar und dem Theater Freiburg. Neben weiteren Theatern ist auch das Bochumer Schauspielhaus beteiligt.

Termine
- Seine Bochumer Premiere erlebt „Kula – Nach Europa“ am Freitag, 7. Oktober, um 19.30 Uhr in den Kammerspielen des Schauspielhauses, Königsallee 15. Um 18.45 Uhr wird im Theater Unten eine Einführung angeboten.
- Auch am Samstag, 8. Oktober, ist das Stück zu sehen. Diese Vorstellung beginnt ebenfalls um 19.30 Uhr; die Einführung im Theater Unten erfolgt um 18.45 Uhr.
- Nach einer Einführung im Theater Unten um 18.15 Uhr beginnt die letzte Aufführung am Sonntag, 9. Oktober, um 19 Uhr. Anschließend gibt es noch ein Publikumsgespräch.
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