„Ute, die Gute“ hat dunkles Geheimnis

Das Verhältnis der beiden Figuren zueinander bleibt unklar - Probenfoto aus „Ute, die  Gute“ mit Karin Moog und Felix Lampert. | Foto: Foto: rottstr5
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Theater Rottstr5 setzt seinen Nibelungen-Zyklus fort

Ist Ute tatsächlich nur „die Gute“? Oder versteckt sich hinter der Fassade der „Mutter der Nation“ nicht vielleicht doch ein fauler Kern? Mit einer Frauengestalt, die im nicht gerade figurenarmen Nibelungen-Universum bestenfalls eine Nebenrolle spielt, befasst sich Michael Lippold als Autor und Regisseur im neunten Teil des Nibelungen-Zyklus des Theaters Rottstr5. Uraufführung ist am Mittwoch, 5. Oktober, um 19.30 Uhr.

Es sei eine der typischen „Hot Needle Productions“ der Rottstr5, so Dramaturg Hans Dreher - und meint: schnell geschrieben, schnell inszeniert, maximale Wirkung. „Ute, die vierfache Mutter von Gernot, Giselher, Gunther und Kriemhild, ist mythologisch gar nicht so langweilig, wie es scheint“, ist Michael Lippold überzeugt. Und aus der Not heraus, weil es so wenig gute Stücke über die Nibelungen gebe, habe er eben ein eigenes geschrieben - „eine Mischung aus Soap, Krimi- und Psychohandlung.“
Gespielt wird Ute von Karin Moog: Ute wartet im Bunker der Nibelungen in Worms darauf, dass Europa von den Mongolen überrannt wird. Europa liegt kraftlos am Boden, die neuen Machthaber kommen aus dem Osten - der zeitpolitische Bezug sei durchaus gewollt, bekennt Michael Lippold. Das Stück sei kein historisches, sondern ein durch und durch gegenwärtiges. „Man weiß nicht so recht, wie lange Ute schon in diesem Bunker ist, ob sie nicht vielleicht eine Untote ist,die auf Erlösung wartet.
Ihr zur Seite steht eine rätselhafte männliche Figur - ist es ein Pfleger, ein Diener, ein Psychiater (Felix Lampert). Durch ihn kommen Erinnerungen an die Verangenheit wieder hoch - und da zeigt, sich, dass Ute doch gar nicht so langweilig war: „Sie hat ihren Mann hintergangen und hatte ein Verhältnis mit Hagen. Kriemhild ist eigentlich Hagens Tochter“, verrät Michael Lippold. „Die besondere Herausforderung für Karin Moog ist, dass sie eine Frau zwischen 18 und 88 spielt - und dieses innere Alter glaubhaft nach außen transportieren muss.“ Karten können unter Tel.: 0163/7615071 oder per Mail an karten@rottstr5-theater.de reserviert werden

Das Verhältnis der beiden Figuren zueinander bleibt unklar - Probenfoto aus „Ute, die  Gute“ mit Karin Moog und Felix Lampert. | Foto: Foto: rottstr5
Das Verhältnis der beiden Figuren zueinander bleibt unklar - Probenfoto aus „Ute, die  Gute“ mit Karin Moog und Felix Lampert. | Foto: Foto: rottstr5
Autor:

Petra Vesper aus Bochum

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