Vereinte Elemente: Bochumer Krippenverein sorgt für Weihnachtsstimmung am Rathaus

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Die Mitglieder des Krippenvereins, Jürgen Hasemann und Manfred und Rosemarie Lipienski (v. l.), haben die Krippe pünktlich zum ersten Advent im Bochumer Rathaus aufgestellt.

„Bochum, als ehemals größte Bergbaustadt, wurde bis Ende der 60er Jahre durch viele Glocken erleuchtet, die gebunden aus Tanne die Straßen zur Weihnachtszeit in stimmungsvolles Licht tauchten“, erklärt Manfred Lipienski, Vorstandsmitglied des Bochumer Krippenvereins.

Bereits vor über 20 Jahren gründete sich der Bochumer Krippenverein e. V. in Dahlhausen. Seit nunmehr 15 Jahren tragen die Vereinsmitglieder die Weihnachtsstimmung auch ins Bochumer Rathaus: „Wir stellen in jedem Jahr eine andere Krippe auf dem Repräsentationsflur des Rathauses für die Öffentlichkeit aus“, so Rosemarie Lipienski, die gemeinsam mit ihrem Mann von Anfang an in Sachen Krippe aktiv ist.
Der Dritte im Bunde ist Jürgen Hasemann, der sich gemeinsam mit dem Ehepaar Lipienski in diesem Jahr einer ganz besonderen Herausforderung stellt. Das Trio ließ das Bochumer Symbol wieder aufleben und platzierte drei strahlende Glocken links hinter der großen Rathausplatzglocke.
„Die erste Stahlgussglocke präsentierte der Bochumer Jacob Mayer bereits 1855 auf der Weltausstellung und wurde dafür mit einer goldenen Ehrenmedaille ausgezeichnet. Die Glocke prägte das Weihnachtsbild der Stadt und wurde bis Ende der 60er Jahre als Weihnachtsschmuck in der gesamten Innenstadt verwendet. Es lag also nahe, das Bochumer Symbol wieder aufleben zu lassen“, erklärt Manfred Lipienski. Die Tannenglocken wurden durch Lichter geschmückt und in der Mitte strahlte das Geleucht des Bergmanns. Damit war klar, dass auch eine passende Krippe im Rathaus gezeigt werden sollte. „Wir haben uns schwer getan, unsere Bergbaukrippe aus unserer Ausstellung zu entfernen und sie in die Innenstadt zu bringen. Doch so sind die Elemente – die Glocke und die Krippe – vereint. Die Krippe zeigt eine Schachtanlage, die früher einmal in Linden betrieben wurde“, erläutert Manfred Lipienski.
Das Geschehen der Krippenszenerie zeigt die Not der 1930er Jahre. Armut und hohe Arbeitslosigkeit spiegeln sich wieder und die Geburt Jesu wird unter einem Schachtgerüst dargestellt.
Die Krippe ist in der Adventszeit zu den Öffnungszeiten des Rathauses für alle Interessierten frei zugänglich.

Ausstellung

Die 21. Bochumer Krippentage Dahlhausen, Eiberger Straße 60, wurde bereits Anfang November eröffnet.

Neben den vielen selbst gefertigten und international gesammelten Exponaten präsentiert der Krippenverein in diesem Jahr noch einmal die „Flucht aus Ägypten“.

Für Besucher ist die Ausstellung nach telefonischer Terminabsprache unter Tel.: 0234/492280, geöffnet.
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