Er ist kein Mann für eine Nacht. Liedermachermäßig gesehen. Wer sich mit Klaus Hoffmann einlässt, der hält es dann auch schon eine ganze Weile mit dem Chansonnier aus. Muß man deswegen, da er zum Zuhören zwingt. Allerdings nur dann, wenn man bereit ist, hinzuhören. Dass das lohnt, ist klar, denn in seinen vergrübelten Versen über Gott und die Welt und über Sehnsüchte, Träume und Beziehungsknatsch war noch nie Platz für eine zeitgeistige Ex-und-Hopp-Lyrik. Die behutsam instrumentierten Lieder, die er 1994 – da war er 43 Jahre alt - auf seiner 17. Veröffentlichung „Sänger Live" (Virgin) vorstellte, fügen sich nahtlos ins umfangreiche Gesamtwerk des Berliners - und sie sind immer noch einzigartig. Dass der gelernte Schauspieler einst im Mai den jungen Werther gespielt hat und damit bekannt wurde, oder bei Ingmar Bergmans „Schlangenei" agierte, ist Geschichte. Sein Publikum eroberte sich Hoffmann mit diesen unvergleichlichen, diesen spannungsreichen, diesen introvertierten Liedern - "Selbstbetrachtungen", wie er sagte. In seine persönlichen Erlebnisse könne sich jeder jederzeit einklinken, da viele ähnliches erlebt haben. Trotzdem ist der realistische Romantiker Klaus Hoffmann kein Sänger für die Masse. „Ich beneide manchmal die vordergründigen Liedermacher, die verkaufen mehr Platten als ich", warf er einst beiläufig in einem Interview mit mir ein und freute sich auch über dies: „Ich treffe Leute, die erst vor zwei Jahren in meine Lieder eingestiegen sind und die mich nun neu entdecken.“ Was er toll finde, da er sich durchaus vorstellen könne, noch mit 60 Jahren auf der Bühne zu stehen. Mittlerweile hat er die 60 überschritten. Und singen tut er immer noch. Gottseidank.
Lang ist`s her, dass der so genannte Katholikenbahnhof auch mal Bochums stattlicher Hauptbahnhof war. Heute findet im ehemaligen Eingangsbereich, der "Rotunde", Literatur statt, dahinter findet der Spaziergänger das "Riff". Ansonsten gibt`s hier viel Platz und Parkflächen und man fragt sich, was stand hier eigentlich mal auf diesem Gelände? Wohnhäuser? Oder Produktionsstätten vielleicht von Krupp? Ich kann mich nur noch an...
Bochum: Cafe Alte Drogerie | Unterschiede ziehen sich bekanntlich an. Daher ist es kein Wunder, dass ein nostalgieverliebter Rockstories-Erzähler, ein schelmischer Nachthumorist und ein verquerer Gedankenspinner gemeinsame Sache machen. „Lesebühne Alte Drogerie“ heißt ihr Ding, mit dem sie die literarische Kunst ausloten und dem Formulierspaß auf die Spur kommen wollen. Jeden 2. Samstag im Monat um 15.30 Uhr laden die drei Bochumer Fabulierfreunde Ulli...
Als ich das Wittener Hardrock-Trio "Franz K." erstmalig hörte, gab`s Rockmusik als Live-Event in Bochum so selten wie einen Sechser im Lotto. In den frühen, mittleren und späteren 1970er-Jahren gab`s ja nichts an "richtigen" Spielstätten für Bands. Ich erinnere mich auf die Schnelle an "Franz K."-Konzerte im "Release" am Stadtpark, (dort steht heute der Anbau des Musem Bochum), im "Rub-Pub" in der Uni, im Info-Zentrum im...
Kunst, Literatur, Musik und Theater in einem: Das bietet die sechste Wattenscheider Kulturnacht ihren Besuchern. Das Programm ist prall gefüllt, so dürfen sich die Kultur-Liebhaber am 21. Juni über einige Highlights freuen.
Auch dieses Jahr haben sich verschiedene Wattenscheider Organisationen zusammengetan und erneut ein vielseitiges Programm für Kulturbegeisterte auf die Beine gestellt. Zu den Organisatoren zählen neben...
Bochum: Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen | Rheingold ...
... ein Name der jedem Opernliebhaber bekannt und mit dem Werk Richard Wagners untrennbar verbunden ist. Ein Name der aber auch für kultiviertes Reisen und die goldene Zeit der Eisenbahn steht. In allen Bereichen setzte der Rheingold neue Maßstäbe. Kein anderer Zug hat die Phantasie der Zeitgenossen und der Nachwelt so sehr beflügelt, wie jener Zug der Deutschen Reichsbahn, der von Hook van Holland bis in die...