"Wir bekommen ein Juwel!"

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Ein neues Haus braucht auch ein neues Logo: Das Anneliese-Brost-Musikforum und die Bochumer Symphoniker kommen ab sofort im neuen Corporate-Design daher: "Es ist auf die wesentlichen Elemente reduziert und vermittelt Aufbruchstimmung", findet GMD Steven Sloane. (Foto: Molatta)
 
Wahrzeichen des neuen Musikforums ist die Marienkirche - ihr Erhalt sicherte dem Gebäude-Ensemble nicht nur ein imposantes Foyer, sondern auch eine dritte Spielstätte. (Foto: Molatta)

Auch Herbert Grönemeyer gibt im neuen Anneliese-Brost-Musikforum seine Visitenkarte ab



"Für mich ist es ein historischer Tag!" Steven Sloane, Generalmusikdirektor der Bochumer Symphoniker und designierter Intendant des Anneliese-Brost-Musikforums, strahlt sichtlich. "Heute wird ein Traum Wirklichkeit. Fast 16 Jahre haben wir bis zu diesem Punkt gebraucht." Am Donnerstag stellte er das Programm der BoSy für die Eröffnungssaison in ihrer neuen Spielstätte an der Viktoriastraße vor. Und lüftete dabei gleich ein Geheimnis: Auch Herbert Grönemeyer wird die BoSy in ihrem neuen Zuhause besuchen.

Am Freitag, 28. Oktober, ist es so weit - dann erklingen Mahlers 1. Symphonie sowie die Auftragskomposition "Baruch ata Adonaj" des Bochumer Komponisten Stefan Heucke zum Eröffnungskonzert im nagelneuen Konzertsaal. Insgesamt planen die Bochumer Symphoniker ein viertägiges Eröffnungsprogramm vom 27. bis zum 30. Oktober: Gemeinsam mit vielen Gästen und Partnern quer durch alle Kunstformen wollen sie zeigen, wie vielfältig die Bochumer Kulturlandschaft ist.
"Wir wollen ein Zentrum für Kunst in verschiedenen Formen werden", betont Sloane. Er macht deutlich, dass das Spielzeitprogramm der Bochumer Symphoniker nur ein Baustein des Ganzen sei: "Die Spitze des Eisbergs". Und Kulturdezernent Michael Townsend pflichtet ihm bei: "Es ist beispiellos, was hier geschaffen worden ist." Entschlossen zeigt sich der oberste Bauherr des Musikforums, was den Zeitplan der Bauarbeiten angeht: "Die Bauarbeiter haben gar keine andere Chance, als rechtzeitig fertig zu werden."

Spielwiese für neue Formate


Insgesamt bietet das neue Musikforum drei Spielstätten - neben dem großen Saal mit Platz für rund 960 Zuschauer auch den kleinen Saal als "Multifunktionsraum" sowie das Foyer in der Marienkirche. Während im Konzertsaal die Veranstaltungen mit großen Orchesterbesetzungen über die Bühne gehen sollen, ist der von Sloane liebevoll "Black Box" genannte kleine Saal künftig Ort für Kammermusik, Education-Projekte oder Lesungen. Die imposante Marienkirche ist weit mehr als ein schnödes Foyer: Sie soll Spielwiese für neue Formate werden - etwa die "BoSy Lounge", bei der das Orchester mit Bands und DJs zusammenarbeitet, für "Nachtmusiken" oder für Mini-Konzerte zur Mittagszeit bei freiem Eintritt. "Das Anneliese-Brost-Musikforum ist nicht nur eine neue Heimat für unser Orchester, sondern es soll ein Magnet werden, ein Haus für alle - besonders für junge Leute", macht Sloane deutlich. Seine Eröffnung ist daher eine Zäsur: Neue Konzertreihen, mehr Matineen, ein ausgeweitetes Education-Programm und vor allem ein Fokus auf die Zusammenarbeit mit Partnern und Projekten aus Bochum und der gesamten Region sollen das Profil des Musikforums schärfen. So werden die Bochumer Symphoniker etwa mit dem Klavierfestival Ruhr kooperieren, dessen Eröffnungskonzert im kommenden Jahr im Musikforum gespielt wird, aber auch mit dem Chorwerk Ruhr oder der Chorakademie Dortmund. Insgesamt 14 Kooperationspartner gibt es, darunter auch das Rottstr5-Theater oder die Literarische Gesellschaft - und vor allem die Musikschule Bochum. "Wir wollen deutlich mehr als 20.000 junge Leute erreichen", gibt Sloane ein ehrgeiziges Ziel vor.

Herbert Grönemeyer als Sprecher und Dirigent


Wichtiger Ankerpunkt im neuen Programm ist die Reihe "BoSy-Fokus": Sie soll künftig viermal im Jahr das gesamte Zentrum bespielen und den Musikern und dem Publikum die Möglichkeit geben, sich intensiv mit einzelnen Epochen, Themen oder Künstlern auseinanderzusetzen. So ist etwa ein Fokus den "Fabulous Fifties" gewidmet und bietet neben großem Orchesterkonzert auch 50er-Jahre-Modenschau und Rock'n'Roll-Party. Und in dieser Reihe kann Steven Sloane mit einem echten Knaller aufwarten: Der Fokus am Wochenende des 4. März ist Bochums wohl berühmtestem musikalischem Sohn, Herbert Grönemeyer, gewidmet. Dabei wollen die BoSy ein vielfältiges Bild des Musikers zeichnen: So widmet sich ein Konzert am Samstagabend den zahlreichen Filmmusiken, die er komponiert hat, und auch Herbert Grönemeyer selbst greift zum Dirigentenstab, um ein Konzert zu leiten. Am Sonntag dann wird Herbert Grönemeyer zum Erzähler - beim Klassiker "Peter und der Wolf". Als Sänger, so sieht es aus, wird Bochums erfolgreichster Musiker dabei nicht zu erleben sein.
Karten dafür gibt es zunächst nur im Rahmen des Abo-Vorverkaufs ab 2. Mai und der großen Abo-Kampagne, die am 10. Mai startet - der Einzelkartenverkauf beginnt am 23. Mai. Neuer Vorverkaufspartner ist die Bochum Marketing an der Huestraße.
Sichtbar gemacht wird die Zäsur, die die Eröffnung des Anneliese-Brost-Musikforums für das Orchester ist, auch durch ein neues Corporate Design: Das neue Logo für das Musikforum sowie für die Bochumer Symphoniker, die nun ihren Kosenamen "BoSy" auch offensiv vor sich hertragen, kommt bewusst reduziert daher, soll aber, so Sloane, Aufbruchstimmung vermitteln und auch äußerlich sichtbar den Neubeginn vermitteln. "Wir bekommen ein Juwel", ist Steven Sloane überzeugt. Ein neues Haus braucht auch ein neues Logo: Das Anneliese-Brost-Musikforum und die Bochumer Symphoniker kommen ab sofort im neuen Corporate-Design daher: "Es ist auf die wesentlichen Elemente reduziert und vermittelt Aufbruchstimmung", findet GMD Steven Sloane.
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Christian Salamon aus Bochum | 29.04.2016 | 21:39  
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