Zauberhaftes Theater nicht nur, aber besonders für Demenzkranke

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Die Zuschauer dürfen sich auf prachtvolle Kostüme freuen. (Foto: Molatta)

„Passend zu Karneval bringen wir im Februar 'Zauber in Venedig' auf die Bühne“, sagt Hartmut Höltgen-Calvero von „Calvero's Salon-Zaubertheater“. Er umreißt das künstlerische Konzept: „Wir nutzen Zauberkunststücke theatral aus und schaffen so eine ganz eigene Form der darstellenden Kunst.“

Höltgen-Calveros Bühnenpartner Manuel Rittich ergänzt: „Wir stehen jetzt seit sechs Jahren gemeinsam auf der Bühne.“ Der Berufszauberkünstler Höltgen-Calvero und der Schauspieler Rittich entwickeln gemeinsam immer neue Ideen. „Wir wollen uns“, so Höltgen-Calvero, „vom Handelsüblichen absetzen und orientieren uns an der Bühnenkunst der 1920er Jahre. Leitfrage ist dabei immer: Was würde unserem Publikum gefallen?“
Das Duo kooperiert eng mit dem Verein „Ein Herz für Senioren“, der seit sieben Jahren besteht und seinen Sitz in Bochum hat. Gemeinsam betreibt man das Projekt „Es war einmal... Märchen und Demenz“, das neue Wege in der Betreuung von Menschen mit Altershandicap geht. In enger Kooperation mit der Pflegeeinrichtung St. Marienstift soll die kulturelle Teilhabe älterer Menschen mit und ohne Demenz gefördert werden. Im Sinne der Inklusion stehen die Veranstaltungen Besuchern aller Altersklassen offen, die sich von dieser ungewöhnlichen Form der Bühnenkunst begeistern lassen wollen. Die Märchen, die die Künstler selbst verfassen, richten sich an dem erwachsenen Publikum aus. So wird ein Zugang zum Langzeitgedächtnis geschaffen; Erinnerungen werden wach.

Märchen rufen Erinnerungen wach

Maria Laguarta, im Sozialen Dienst des St. Marienstifts tätig und eng in die Kooperation der Einrichtung mit dem Zaubertheater eingebunden, berichtet aus ihrer alltäglichen Praxis: „Die Menschen erinnern sich an ihre Kindheit und sagen dann: 'Die Märchen sind teilweise auch grausam; das haben wir damals gar nicht so empfunden.'“ - „Unsere Märchen sind ja eigens für die Aufführungen geschrieben“, ruft Zauberkünstler Höltgen-Calvero in Erinnerung, „da vermeiden wir Grausamkeiten. Schließlich sollen unsere Nachmittage ein Beitrag für die Seele sein.“
Text, Musik und Zauberkunststücke verbinden sich zu einer Einheit. „Gerade auch Demenzkranke spricht die Mischung aus Kostümen, Farben, Bühnenbild und Zauberei an. Da leuchten die Augen“, weiß Laguarta.
Die märchenhafte Geschichte „Magischer Maskenball in Venedig“, die am 20. Februar an der Maximilian-Kolbe-Straße auf die Bühne kommt, dreht sich um Freude, Liebe, Hoffnung und Glückseligkeit. Passend zur Hochphase des Karnevals gerät der Protagonist in einen venezianischen Maskenball. Originalgetreue Kostüme dürfen da natürlich nicht fehlen. - Wahrhaft zauberhafte Aussichten also.

Termine
Am Montag, 20. Februar, heißt es in Calvero's Salon-Zaubertheater, Maximilian-Kolbe-Straße 2, um 15 Uhr „Zauber in Venedig“.
Karten gibt es unter Tel.: 355025.
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