300 Aktive in 74 Booten bei „Rudern gegen Krebs“

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  Das wird ein Riesenspaß - und für den Erfolg der guten Sache kommen sie aus ganz NRW nach Hattingen: Hobby-Sportler aus Köln, Witten, Gevelsberg, Essen, Sprockhövel und Datteln sowie natürlich aus Hattingen und Bochum nehmen am 16. August, ab 10 Uhr, teil an der Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“. Mit ihrem Einsatz wollen fast 300 Ruderer helfen, die Lebensqualität von Krebspatienten durch Sport zu verbessern.

Die Meldeliste ist jetzt geschlossen das absolute Maximum erreicht. „Wir haben einen ‚ausverkauften‘ Fluss‘“, meldet ein begeisterter Chefkoordinator Mario Kleist. „74 Boote mit knapp 300 Ruderern sind angemeldet. Mehr geht nicht.“ Veranstalter ist die Stiftung Leben mit Krebs, Ausrichter die beiden Hattinger Rudervereine, RV Blankenstein und Hattinger RV. Als Koordinator fungieren die Augusta Kliniken Bochum Hattingen. Kaufmännischer Leiter des Evangelischen Krankenhauses Hattingen (EvK) ist Mario Kleist, der jede Menge Freizeit in dieses ambitionierte Projekt gesteckt hat.

Die Regattaserie der Stiftung Leben mit Krebs hat 2015 insgesamt 13 Stationen. Mit dem Erlös der Hattinger Benefizregatta soll ein ganz besonderes, völlig neues Projekt angestoßen werden. „Es heißt ‚Sport und Krebs - Augusta bewegt‘“, erklärt Prof. Dr. Andreas Tromm, der Chefarzt der Inneren Klinik des Evangelischen Krankenhauses. Es unterscheide sich signifikant von allem, was den Patienten bisher in der Krebstherapie und –nachsorge angeboten werde. „Wir werden die Menschen an die Hand nehmen, mit einem Lotsen auf sie zugehen“, ergänzt sein Chefarzt-Kollege Prof. Dr. Dirk Behringer vom Onkologischen Zentrum Augusta (OZA), „und in Einzelgesprächen herausfinden, womit dem Patienten individuell geholfen werden kann.“

Das ist ebenso neu wie kostenintensiv, aber auch besonders zielführend. „Wir wollen eine umfassende, gezielt sportlich orientierte Betreuung“, sagt Prof. Tromm. „Wichtig ist eben nicht die Therapie allein, sondern auch die seelische Unterstützung oder komplementäre Elemente wie Entspannung und Ernährung.“ Die neue Lotsenstelle wird – wie auch eine Reihe neuer Angebote - aus dem Regattaerlös finanziert.

Um dieses neue, hilfreiche Instrument also anbieten zu können, muss die Regatta erfolgreich sein. „Und das wird sie“, sagt Mario Kleist. „Die Augusta Kliniken in Hattingen und Bochum sind im Ruderfieber. Und weil die Begeisterung fast alle Mitarbeitenden gepackt hat, sind nun auch enorm viele Freunde und Bekannte infiziert.

„Das ist ein sehr soziales und sehr ansteckendes Projekt“, sagt Prof. Behringer. Er selbst wird mitrudern und stellt – laut lachend - fest, dass er „den Siegerpokal schon regelrecht fühlen“ könne. „Ja, da gibt es tatsächlich schon psychologische Kriegsführung zwischen den Häusern in Bochum und Hattingen“, weiß auch Prof. Dr. Andreas Tromm. „Auch zwischen den einzelnen Abteilungen, die ein Boot gemeldet haben“, ergänzt der Chefarzt der Inneren Klinik des Evangelischen Krankenhauses lächelnd. Auch er wird sich selbst mit Kraft in die Riemen legen und sieht den Mega-Event nicht nur als Charity, sondern u.a. auch als tolle Fördermaßnahme für das Team-Gefühl.

Während auf der Ruhr – toll betreut von den zwei Rudervereinen – aktuell zahllose Trainingseinheiten laufen, hat sich Mario Kleist jetzt in den Urlaub abgemeldet. Nicht ohne vorher allen für ihre tolle Beteiligung beim Rudern, an den Vorbereitungen und für die signalisierte Hilfsbereitschaft am Veranstaltungswochenende zu danken. „Ich will niemanden vergessen“, sagt er. „Im Namen der Geschäftsführung und des Projektteams geht aber ein besonderer ‚Zwischendank‘ an den Technischen Dienst., den Versorgungsbereich und an die Krankenpflegeschule.“ Sie alle - aber eben nicht nur sie - haben sich auch außerhalb des Wassers und außerhalb Ihrer Dienstzeit hoch motiviert eingesetzt. Und wollen und werden das auch weiter tun.

Hier den Regattaplan und vorläufige Meldeergebnisse einsehen.
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