Ausstellung zur weiblichen Genitalverstümmelung

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Die Gleichstellungsstelle zeigt in Kooperation mit der Volkshochschule
eine Ausstellung mit dem Titel „Sie versprachen mir ein herrliches
Fest…“ zum Thema der weiblichen Genitalverstümmelung. Die Eröffnung
der Ausstellung im Foyer der Volkshochschule im Bildungs- und
Verwaltungszentrum, Gustav-Heinemann-Platz 2 - 6, ist am Dienstag, 5.
März, um 17 Uhr mit dem preisgekrönten Gedicht „Flügel“ von Birgit
Otten, die sowohl Mitarbeiterin bei der Stadt Bochum ist, als auch
Schriftstellerin.

Entertainerin Esther Münch wird das Gedicht vortragen
und im Anschluss Auszüge aus Büchern afrikanischer Frauen lesen, die den
Mut hatten, ihr Schweigen über ein großes Tabu zu brechen: ihre eigene,
in der Kindheit gewaltsam erlebte Genitalverstümmelung. Anschließend
besteht die Möglichkeit, die Ausstellung anzuschauen und mit den anderen
Gästen ins Gespräch zu kommen.

Weltweit sind etwa 150 Millionen Mädchen und Frauen von weiblicher
Genitalverstümmelung betroffen. Ihnen werden meist unter unhygienischen
Bedingungen und ohne Narkose Teile der äußeren Genitalien entfernt.
Trotz dieser Ausmaße stellt die weibliche Genitalverstümmelung bis heute
ein Tabu dar. Anliegen der Ausstellung ist es, weibliche
Genitalverstümmelung als Ausdruck einer weltweit verbreiteten
Diskriminierung und Gewalt gegen das weibliche Geschlecht darzustellen.

Die Ausstellung soll dazu beitragen, dass die Betroffenen nicht
ausschließlich als Opfer, sondern vielmehr als Überlebende wahrgenommen
werden. Immer mehr mutige Frauen und Männer begehren gegen die Praktik
auf. Ihnen möchte die Ausstellung eine Stimme und ein Gesicht verleihen.
Die Ausstellung ist daher auch eine authentische und berührende
Dokumentation dieses wichtigen Bereichs aktueller Frauenrechtsarbeit.

Die Ausstellung wurde von der Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES
konzipiert und reist zurzeit durch ganz Deutschland. Noch bis Samstag, 16. März, können Interessierte die Ausstellung besuchen. Weitere Informationen geben Claudia Evers von der Gleichstellungsstelle unter der Tel.: 02 34 / 910 - 32 97 oder Doris Hens von der Volkshochschule unter der Tel.: 02 34 / 910 - 28 67.
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