Bewerbertraining – Auf Handy und Kaugummi verzichten

Stefan Vieth, Ausbildungsleiter der Stadtwerke. | Foto: Stadtwerke Bochum
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Bei den Bewerbertrainings der Stadtwerke Bochum sammelten rund 100 Schüler der Matthias-Claudius-Schule Erfahrungen, worauf es beim Berufseinstieg ankommt. Stefan Vieth, Ausbildungsleiter der Stadtwerke, bereitete die Jugendlichen der 9. Jahrgangsstufe jeweils an vier Terminen auf Bewerbungsgespräche und Einstellungstests vor.

„Wir haben die Schülerinnen und Schüler ganz bewusst zu uns ins Verwaltungsgebäude eingeladen, um die Situation so praxisnah wie möglich darzustellen. In unserem großen Konferenzraum schreibt es sich nämlich schon ganz anders als im gewohnten Klassenzimmer“, erklärt Stefan Vieth.

An den Vormittagen erfuhren die Schüler zunächst alles über die verschiedenen Ausbildungsberufe beim Bochumer Energieversorger. Ob Industriemechaniker, Elektroniker oder Industriekaufmann, die Stadtwerke bieten in mehreren Ausbildungsberufen den Jugendlichen berufliche Perspektiven. Doch wie kommt man an einen der begehrten Ausbildungsplätze?

Hier weiß Stefan Vieth ebenfalls Rat: „Nachdem sich die Schüler über ihren Berufswunsch im Klaren sind, sollten Informationen über die Unternehmen, bei denen sich die Jugendlichen bewerben wollen, eingeholt werden. Dann folgt die eigentliche Bewerbung. Diese sollte bei den Stadtwerken, wie bei den meisten anderen Unternehmen auch, online erfolgen. Die Vorteile der elektronischen Bewerbung liegen auf der Hand: Arbeitsabläufe werden vereinfacht, Papier gespart und die Kosten für die Schüler gering gehalten.“

Bis zu 2.000 Bewerbungen gehen im Jahr bei den Stadtwerken Bochum ein. Davon entfallen knapp 700 allein auf die Ausbildungsberufe. „Sicher sind die Noten in den Fächern, die einen direkten Bezug zum gewünschten Berufsbild haben, ausschlaggebend für die Bewerberauswahl. Erfahrungsgemäß setzen sich jedoch am Ende nicht nur die Einserkandidaten durch. Neben dem Notenspiegel und dem Einstellungstest spielt auch der persönliche Eindruck der Bewerber eine große Rolle bei der Auswahl“, weiß Stefan Vieth.

Nach der Theorie folgte die Praxis für die Matthias-Claudius-Schüler. In rund 60 Minuten konnten sich die Azubis von morgen an einem schriftlichen Einstellungstest versuchen, wie er in der Praxis in vielen Unternehmen zum Einsatz kommt. So erfuhren die Schüler, welche Anforderungen an sie gestellt werden und lernten ihre Stärken und Schwächen einzuschätzen.

Zum Schluss gab der Ausbildungsleiter noch Tipps für das persönliche Bewerbungsgespräch. Zwar hat man die ersten Hürden bereits erfolgreich gemeistert, wenn man eine Einladung zum Bewerbungsgespräch erhält, dennoch lauern beim persönlichen Gespräch noch einige Fallstricke: „Die Schüler müssen vorher keinen Knigge-Kurs besuchen, Handyklingeln oder Kaugummikauen sind jedoch absolute „No-Gos“. Wer zudem nicht weiß, dass die Stadtwerke die Bochumer mit Strom, Gas, Wasser und Fernwärme versorgen, hat wenige Chancen auf einen unserer Ausbildungsplätze“, erklärt Stefan Vieth.

Autor:

Ernst-Ulrich Roth aus Bochum

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