Bierkutschermütze 2017: Privatbrauerei Moritz Fiege verleiht Ehrenkopfbedeckung an Urbanatix-Macher Christian Eggert

Anzeige
Der diesjährige Träger der Bierkutschermütze heißt Christian Eggert.
 
Hugo Fiege, Christian Eggert und Jürgen Fiege stoßen gemeinsam auf den neuen Bierkutschenmützenträger an.

Die Idee lag buchstäblich auf der Straße. 2010 brachte ein Bochumer Kulturveranstalter seine Vision, junge Trendsportler aus dem Ruhrgebiet mit internationalen Artisten, Musikern und Videokünstlern zusammenzuführen, erstmals auf die Bühne der Jahrhunderthalle. Unter dem Titel „Urbanatix“ entfaltete sie bei den Mitwirkenden und Zuschauern vom ersten Moment an eine künstlerische und soziale Wucht, die bis heute nicht nachgelassen hat. Aus diesem Grunde geht die Moritz Fiege Bierkutschermütze 2017 an den Bochumer „Urbanatix“-Gründer Christian Eggert und sein Kreativteam.

Die Show „Urbanatix“ ist ein Projekt der Bochumer Veranstaltungsagentur „DACAPO – Kultur offensiv!“, die Christian Eggert seit mehr als 25 Jahren leitet. Die ursprünglich von der Ruhr.2010 für das Europäische Kulturhauptstadtjahr abgelehnte und als einzige nachnominierte Produktion entwickelte sich zu einem der größten und nachhaltigsten Publikumserfolge. Seit 2010 findet „Urbanatix“ alljährlich im November in der Jahrhunderthalle statt, und begeistert ein breites Publikum und die gesamte Familie. Jung und Alt, Biker und Banker, Fünf und 95-jährige. Ein Format, das wirklich alle anspricht.

1.500 Jugendliche im Trainingscenter Open Space

Bis 2012 trainierten die jungen Show-Artisten Trampolin, Tricking, Breakdance, Parkour und Akrobatik mit und ohne BMX-Rädern in der Marienkirche, dann mussten sie dem Anneliese-Brost-Musikforum Platz machen. 2014 konnten sie in die Hallen einer ehemaligen Spielefabrik mitten in Bochum umziehen. Unter dem Dach der neuen Trainingsstätte „Open Space“ an der Bessemer Straße, getragen von einem gemeinnützigen Verein Open Space e.V., gefördert vom Land NRW und der Stadt Bochum, entdecken mittlerweile mehr als 1.500 Jugendliche aus 18 Nationen ihre Lust an der Bewegung, die meisten sind Jungs ab 16 Jahre. Einige nehmen dafür Anfahrten von bis zu 100 Kilometern in Kauf und hegen vielleicht die Hoffnung, selbst bei der nächsten Show mit den Stars auf der Bühne zu stehen. Die anderen freuen sich, im Open Space Seite an Seite mit den „Urbanatix“-Spitzenkönnern ihre Lieblingssportart zu üben.

„Each one teach one“

Die Atmosphäre im „Urbanatix-Quartier“ ist zwanglos und friedlich, der Eintritt frei. „Each one teach one“ lautet das Motto: Jeder bringt dem anderen etwas bei. 16 ausgebildete Trainer halten die Fäden in der Hand, wochentags von 16 bis 21 Uhr, samstags länger und auch bei den regelmäßigen „Kids Days“, an denen schon Sechsjährige teilnehmen können. „Urbanatix ist nur die Spitze des Eisbergs, Open Space ist das wahre Herz unseres Projekts“, sagt Christian Eggert. Deshalb wird er das Preisgeld der Bierkutschermütze in Höhe von 5.000 Euro auch dem gemeinnützigen Verein „Open Space – Streetart und Moderne Bewegungskunst e.V.“ zur Verfügung stellen.

Positive Aufbruchstimmung

„Mit Urbanatix und Open Space haben Christian Eggert und sein Team nicht nur der Stadt Bochum, sondern dem gesamten Ruhrgebiet ein Riesengeschenk gemacht. Sie geben jungen Menschen aller Nationen und Herkünfte die Chance, sich persönlich positiv weiterzuentwickeln, Ziele zu erreichen und neue Perspektiven zu finden“, so Jürgen und Hugo Fiege, Inhaber der Privatbrauerei MORITZ FIEGE in ihrer Preisbegründung. Der Erfolg von Urbanatix mache das unterschätzte Potenzial des Ruhrgebiets deutlich. In keiner anderen Region arbeiten und leben Menschen aus mehr Nationen, Ethnien und Einkommensschichten überwiegend friedlich zusammen. Jürgen und Hugo Fiege: „Urbanatix ist nicht nur eine künstlerisch brillante Bühnenshow und ein sozial herausragendes Projekt für junge Menschen, sondern Ausdruck einer positiven Aufbruchstimmung in unserer Region, der wir uns als Privatbrauerei und Familienunternehmen in besonderem Maße verbunden fühlen.“

Herzensprojekt

Die Nachricht von der Preisverleihung nahm Christian Eggert mit Freude entgegen: „Urbanatix und Open Space sind meine Herzensprojekte. Alle Erfahrungen, die ich als Veranstalter und Regisseur in 25 Jahren machen durfte, fließen hier zusammen. Dass wir mit unserer Vision Erfolg haben würden, war lange Zeit nicht klar. Wir sind alle ein hohes persönliches Risiko eingegangen. Das hat Urbanatix zu einer großen Familie werden lassen. Deshalb nehme ich die MORITZ FIEGE Bierkutschermütze auch nicht für mich allein entgegen, sondern stellvertretend für die gesamte Mannschaft. Jede und jeder einzelne trägt zum Erfolg unseres Projekts bei – die Regie, die Technik, die Videodesigner, die Musiker, der Choreograf, die Jugendlichen und viele andere. Bei uns ist das Team der Star.“

Prominente Vorgänger

Die begehrte Auszeichnung wird seit 2003 von der Privatbrauerei Moritz Fiege an namhafte Persönlichkeiten vergeben, die sich in besonderem Maße für das Ruhrgebiet einsetzen. Offiziell verliehen wird die Moritz Fiege-Bierkutschermütze stets bei der traditionsreichen Zwickelbierprobe, die am Freitag, 17. Februar 2017, ab 19 Uhr in der Brauerei vor mehr als 250 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Kultur und Sport stattfindet. Als 15. Bierkutschermützenträger reiht sich Christian Eggert in eine lange Reihe prominenter Mützenträgerinnen und Mützenträger ein. Dazu gehören u. a. Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert, der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement, der Kabarettist und Schriftsteller Frank Goosen und der WDR-Sportkommentator Manfred „Manni“ Breuckmann. 2016 wurde der Restaurant-Kritiker, Autor und WAZ-Feuilletonist Lars von der Gönna geehrt. Auch zwei Frauen dürfen sich die maßgefertigte Kopfbedeckung aufsetzen: die Bauingenieurin Annegret Schaber und Sybille Broll-Pape, bis 2014 Prinzipalin des Prinz-Regent-Theaters.
1
1
1
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
1 Kommentar
30.300
Gudrun Wirbitzky aus Bochum | 17.02.2017 | 18:03  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.