Bochum erhält 24 zusätzliche Roboteranzüge im Wert von 2,3 Millionen Euro

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Norbert Röhmer (MdL), Prof. Dr.Schildhauer, Minister Duin bei der Demonstration des Roboteranzugs (Foto: Achiv/Bergmannsheil)

Neue Wege in die Selbstständigkeit können Querschnittsgelähmte mit Hilfe des von Cyberdyne Inc. entwickelten Roboteranzug HAL® im Bochumer „Zentrum für Neurorobotales Bewegungstraining“ gehen. Diese intelligente Gehhilfe hat der japanische Forscher und Unternehmensgründer Prof. Dr. Yoshiyuki Sankai entwickelt und vor einem Jahr erstmals in Europa zur Anwendung gebracht.


Nun steht das Projekt vor einer umfassenden Erweiterung: Mit Hilfe der „New Energy and Industrial Technology Development Organization Japan“, kurz NEDO, werden Patientinnen und Patienten in Kürze 24 weitere Roboteranzüge zur Verfügung gestellt. NEDO ist eine Tochter des japanischen Wirtschaftsministeriums, die Kooperationen im Ausland unterstützt und 2,3 Millionen Euro für das Projekt in Bochum in Aussicht stellt. „Dieses Projekt ist für beide Seiten von großer Bedeutung. Wir verbinden damit die Erwartung, dass die Verbreitung der Robotertherapie in Europa vorangetrieben und diese japanische Technologie erfolgreich angewendet wird“, sagte NEDO-Präsident Dr. Kenji Kurata.

Das Wirtschaftsministerium hat die Ansiedlung von Beginn an begleitet und unterstützt. „Die Anwendung dieses Roboteranzugs ist mit enormen Chancen für unseren Medizinstandort und vor allem für die betroffenen Menschen verbunden. Bochum bietet hierfür beste Voraussetzungen“, sagte Wirtschaftsminister Garrelt Duin.

Die Arbeit des ZNB verläuft sehr erfolgreich. Der Ärztliche Direktor des Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikums Bergmannsheil, Prof. Dr. Thomas A. Schildhauer, betonte: „In den seit einem Jahr durchgeführten Vorabstudien haben wir jetzt schon dramatische Erfolge – gerade bei rückenmarkverletzten Patienten – erreicht.“

Um die besondere Kooperation zu bekräftigen, unterzeichneten Minister Duin und NEDO-Präsident Kurata ein Abkommen in Anwesenheit von Firmengründer Prof. Dr. Yoshiyuki Sankai, der Bochumer Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz und Prof. Dr. Schildhauer.

„Mit diesem Abkommen schaffen wir die Voraussetzung für die Förderung der NEDO. Dies ist ein Meilenstein für die HAL-Anwendung in Bochum. Darüber hinaus freue ich mich, dass dieses Abkommen die ohnehin enge Zusammenarbeit zwischen Japan und Nordrhein-Westfalen weiter vertieft", so Garrelt Duin:
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