BOGESTRA - Triebwagen NF 6 D wohl weiter auf "Schleichfahrt" ?

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BOGESTRA NF 6 D auf "Schleichfahrt" auf der Dorstener Strasse... TPD-Foto: Volker Dau
 
Nur die Tatsache das ein Schienenfahrzeug kein KFZ im Sinne der STVO ist bewahrt die BOGESTRA wohl dieses peinliche Schild an die Bahnen kleben zu müssen...
Nachdem die Pressesprecherin der BOGESTRA , Frau Sandra Bruns nähere Aufklärung verweigerte habe ich mich an die Bezirksregierung in Düsseldorf gewandt.

Von dort erhielt ich nach kurzer Recherche durch die Pressestelle der Bezirksregierung innerhalb der Behörde von der Pressesprecherin folgende äusserst kompetente Antwort:

Die Höchstgeschwindigkeit der Fahrzeuge ist weiterhin (bis auf 2 Fahrzeuge) auf 30km/h begrenzt. Die zum Einsatz kommenden Fahrzeuge werden weiterhin vor Betriebsbeginn mittels der 3 Punkt-Messung des Achsrückenabstandes überprüft. Bisher gab es bei dieser Prüfung keine weiteren Auffälligkeiten.

Bei den o.g. 2 Fahrzeugen sind Achsbrücken der neueren Bauform C2 (Schmiede- statt Gußteil und Ausrundung der Übergänge in dem rissgefährdeten Bereich) verbaut.

Diese Achsbrücken sind auch in den Fahrzeugen der MVG und der STOAG verbaut und werden dort nach jeweils 500000 km Laufleistung ausgetauscht. Dort sind die zum Einsatz kommenden Fahrzeuge auf 50km/h begrenzt. Daher wurden auch die beiden Bogestra Fahrzeuge mit Laufleistungen deutlich unter 500000 km für 50km/h freigegen. Sobald die nächsten Bogestra Fahrzeuge auf diese Bauform umgerüstet sind, werden diese ebenfalls für 50km/h freigegeben.

Ende März gab es zum Festigkeitsnachweis der Achsbrücke einen Termin bei der Bogestra und der IMA Materialforschung und Anwendungstechnik GmbH aus Dresden.

Bei diesem Termin wurde das weitere Verfahren (Berechnung, Versuchsfahrt und anschließender Ermüdungstest mit 6 Mio. Lastwechseln) festgelegt. Das ganze Verfahren ist voraussichtlich in der KW 40 abgeschlossen. Dann ist erst eine Aussage zur Betriebs- oder Dauerfestigkeit des Bauteils (C2) und eine damit verbundene Freigabe auf 70km/h möglich.


Die Arbeiten erfolgen bei der Fa. GHH, weil diese Hersteller der Fahrwerke ist und ihnen die Überarbeitung der Gestelle obliegt.


Da nur die Fa. GHH die Instandsetzung vornehmen kann, diese wiederum auf Unterlieferanten angewiesen ist und zudem nicht alle Fahrzeuge gleichzeitig auf "Böcke" gestellt werden können, um alle Fahrwerke zur Aufarbeitung zu schicken, bedarf dies auch einiger Zeit.

Kommentar von Volker Dau:

So sieht ordentliche Öffentlichkeitsarbeit aus! Dank an die Bezirksregierung Düsseldorf!

Warum geht das in dieser Form bei der BOGESTRA nicht?

Wofür leistet sich diese gleich zwei Pressesprecher?

Da erwarte ich als Bochumer Bürger, der ja indirekt auch BOGESTRA-Mit-Eigner ist etwas mehr Aufklärung bei Problemen...

Ist Frau Bruns mit dem Job überfordert?

Nach jahrzehntelanger Tätigkeit bei der BOGESTRA erwarte ich ja nicht einmal von Frau Bruns, daß sie alle technischen Zusammenhänge kennt und begreift!


Ein guter Pressesprecher kennt jedoch alle Verantwortlichen in den Abteilungen des Konzerns!
Da wird dann hinterfragt oder an das "Kompetenzzentrum" weitergeleitet!

In Düsseldorf bei der Bezirksregierung haben die internen Recherchen keinen Tag gedauert! Das war wirklich vorbildlich!

Mal schauen, vielleicht lernt man(n) ja bei der BOGESTRA auch noch dazu oder findet einen Pressesprecher der so gut ist, wie in Düsseldorf?

Volker Dau
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2 Kommentare
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Helmut Zabel aus Herne | 22.04.2015 | 15:32  
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Michael Graap aus Bochum | 24.04.2015 | 05:39  
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