Bücherbox im Westend

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Kabarettist Jochen Malmsheimer eröffnet die Bücherbox mit einer amüsanten Lesung. (Foto: Molatta)

Der Bochumer Autor und Kabarettist Jochen Malmsheimer bringt es auf seine unnachahmliche Art auf den Punkt: „Lesen ist Essen auf Rädern im Kopf.“

Er ist Schirmherr der neuen Bücherbox im Bochumer Westend. Zu finden ist das wetterfeste Stück aus Plexiglas und Edelstahl auf dem Gelände des neuen Stadtteilzentrums „Q1 - Eins im Quartier“ an der Halbachstraße in Stahlhausen.
Die Box funktioniert nach dem Prinzip des offenen Bücherschranks: Bücher können hineingelegt und herausgenommen werden. Sie ist speziell für Kinder konzipiert und deshalb kleiner als ein Schrank und so platziert, dass sie auch für Kinder in Reichweite liegt.
Bilderbücher wie „Frechvogel und Mutkröte“ stehen neben den beliebten „Leselöwen“-Büchern für Grundschüler und Jugendbuch-Klassikern wie „Krabat“.
Verlage und Institutionen haben sich mit Buchspenden am Gelingen des Projekts beteiligt. Symbolisch stellt ein Kind aus der Tagesstätte Kindervilla Pfiffikus ein Buch ein. Viele Kinder und Eltern sollen diesem Beispiel folgen und sich natürlich auch aus der Box mit Lesestoff versorgen.
Das ist die Idee der Autorin und Publizistin Dorte Huneke-Nollmann, die das Projekt angestoßen und vorangetrieben hat. Die Evangelische Kirchengemeinde Bochum und die Kindervilla Pfiffikus tragen das Vorhaben.
Der Standort ist dabei mit Bedacht gewählt worden: Viele Kinder kommen hier tagtäglich vorbei. Im Westend gibt es so viele Kinder wie in wenigen anderen Teilen Bochums.
Diese Kinder stammen aus verschiedenen Kulturen. Neben deutschsprachigen Veröffentlichungen werden daher auch Bücher in türkischer, russischer und polnischer Sprache in der Box zu finden sein.
Gabriele Spork, Bezirksbürgermeisterin Mitte und selbst Mutter dreier Kinder, verbindet mit der Bücherbox daher auch eine besondere Hoffnung: „Literatur soll Verständnis für das Anderssein wecken. Sprache ist dabei das verbindende Element.“ Zugleich wirbt sie für das Abenteuer des Lesens.
Die Box ist also ein Geschenk an alle Kinder im Westend. Ein mehrsprachiges Vorleseprogramm soll die Attraktivität des Angebots weiter erhöhen. Auch Kinderbuchautoren sollen für dieses Vorhaben gewonnen werden.
So soll die Bücherbox nicht nur Menschen verschiedener Kulturen verbinden, sondern auch den generationenübergreifenden Dialog fördern. Im Stadtteilzentrum treffen sich nämlich viele Senioren. Die sollen - so der Plan - den Kindern vorlesen. Wer Lust hat, sich in dieser Weise ehrenamtlich zu betätigen, ist willkommen.
Wie viel Spaß das Zuhören machen kann, demonstriert Jochen Malmsheimer mit seiner Lesung aus René Goscinnys Klassiker „Der kleine Nick“. Auf vergnügliche Weise erfahren die Zuhörer bei der Einweihung der Bücherbox, was so alles passieren kann, wenn ein Klassenfoto gemacht werden soll.
Viele der anwesenden Eltern schwelgen in Erinnerungen an die eigene Schulzeit. Kinderbücher verbinden also tatsächlich die Generationen. Das wird die Bücherbox in der Zukunft immer wieder beweisen, so hoffen die Verantwortlichen.

Bücherbox
Wer die Bücherbox mit Buchspenden oder als Lesepate unterstützen möchte, erreicht die Initiatoren des Projekts unter q1-buecherbox@gmx.de.

Informationen und Fotos von der Eröffnungsveranstaltung mit Jochen Malmsheimer gibt es hier
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