Bundesverdienstkreuz für AIDS-Forscher

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Brockmeyer bei der Verleihung des Verdienstkreuzes (Foto: Schernstein)

Prof. Norbert H. Brockmeyer wurde für seine Verdienste um die AIDS-Forschung bereits mehrfach ausgezeichnet. So erhielt er 1999 den Medienpreis der Deutschen AIDS-Stiftung und 2001 den Deutschen AIDS-Preis. Die Stadt Bochum verlieh ihm 2009 ihren Ehrenring.

Er ist Mitglied des Nationalen AIDS-Beirats der Bundesregierung und der Landeskommission HIV/AIDS der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Zudem gehört er dem Rat für Gesundheit und Medizinethik des Bistums Essen an.
Am 17.2. erhielt er nun das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse der Bundesrepublik Deutschland. Im Namen des Bundespräsidenten Joachim Gauck nahm Dagmar Mühlenfeld, Oberbürgermeisterin von Mülheim an der Ruhr, im Historischen Rathaus dieser Stadt die Ehrung vor.
Gewürdigt wurden damit seine Verdienste um das Gemeinwohl, vor allem auf dem Gebiet der medizinischen Forschung im Bereich HIV/AIDS.
Brockmeyer leitet das Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin der Dermatologischen Klinik der Ruhr-Universität.Dabei steht immer der Patient im Mittelpunkt seiner Arbeit.
Bereits seit 30 Jahren widmet er sich der AIDS-Forschung. Derzeit baut er am Katholischen Klinikum Bochum das Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin „Walk In Ruhr“ (WIR) auf. Bei diesem Projekt steht vor allem auch die Versorgung von Migranten im Mittelpunkt, die häufig nicht angemessen betreut werden.
Bei der Verleihung des Verdienstkreuzes würdigte Mühlenfeld auch Brockmeyers langjähriges ehrenamtliches Engagement für die patientengerechte Versorgung von HIV-Infizierten. Bereits in den achtziger Jahren behandelte der Mediziner ehrenamtlich HIV-infizierte Frauen in der Justizvollzugsanstalt Essen.
Immer ging es Brockmeyer auch um die politische und soziale Dimension des Themas Sexuelle Gesundheit.
Schon als Mitbegründer der Essener Aidshilfe engagierte er sich gegen die Ausgrenzung von Infizierten und Kranken. Auch der Substitution von HIV-infizierten Drogennutzern gilt seine Aufmerksamkeit. Auf diese Weise wird eine angemessene Therapie möglich.
Um Kranke und Infizierte zu stärken und zu unterstützen, setzt er auch auf Angebote wie Sport- und Maltherapie.
Ein weiteres Beispiel für seine Aktivitäten: Eine Zusammenarbeit mit Äthiopien befindet sich im Aufbau. Hier kooperiert Brockmeyer mit der Universitätsklinik in Mekelle.
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