Department und Netzwerk aufgebaut

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Das Team des Departments of Community Health (v.l.n.r.): Prof. Dr. Katrin Janhsen (Sprecherin des Departments und Professorin für Public Health), Muriel-Sophie Schmidt (Koordinatorin des Studiengangs Gesundheitsorientierte Sozialraumgestaltung), Claudia Schmidt (Koordinatorin des Studiengangs Gesundheit und Diversity), Monika Stanik (Referentin des Departments), Oxana Yefymenko (Lehrkraft für besondere Aufgaben) und Prof. Dr. Christiane Falge (Professorin für Gesundheit und Diversity).
Das neue Team des Departments of Community Health der Hochschule für Gesundheit (hsg) präsentiert sich nach der Startphase mit einer ersten Bilanz. Unter dem Arbeitstitel ‚Zweites Department‘ war der Fachbereich mit seinen ersten Mitarbeiterinnen im September 2014 in die Übergangsräumlichkeiten an der Universitätsstraße 76 in Bochum gezogen – zu Fuß fünf Minuten vom hsg-Hauptgebäude entfernt.

„Zum Wintersemester 2014/2015 haben sich erstmals 50 Studierende im Studiengang ‚Gesundheit und Diversity‘ des Departments eingeschrieben. Parallel bereiten wir den Start des zweiten Studiengangs mit dem Titel ‚Gesundheitsorientierte Sozialraumgestaltung (Quartiersnahe Versorgung)‘ im Wintersemester 2015/2016 vor. Neben der Lehre und den ersten Projekten und Forschungsansätzen haben wir bereits ein Netzwerk aufgebaut, das aus rund 50 Kooperationspartnern besteht“, erklärte heute Prof. Dr. Katrin Janhsen, Sprecherin des Departments.

Die Professorin für Public Health mit den Schwerpunkten Versorgungsforschung / Versorgungsgestaltung ist seit September 2014 an der hsg. Ebenfalls zum Wintersemester 2014/2015 hat Dr. Christiane Falge die Professur Gesundheit und Diversity im Department übernommen. Neben den beiden Professorinnen besteht das Team weiterhin aus einer Lehrkraft für besondere Aufgaben, zwei wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen, einer Referentin, einer Sekretärin sowie sechs studentischen Hilfskräften.

Die Bilanz nach rund 100 Tagen kann sich laut Janhsen sehen lassen. Das Netzwerk des Departments besteht unter anderem aus Gesundheitsämtern, Familienbildungsstätten, Seniorenbüros, Selbsthilfeeinrichtungen und Beratungsstellen, Organisationen mit Schwerpunkt Betriebliches Gesundheitsmanagement, Trägern von Alten- und Pflegeeinrichtungen, Unternehmen im öffentlichen Nahverkehr, Krankenkassen, Hochschulen, Arztpraxen, Krankenhäusern, kommunalen Einrichtungen, Unternehmen der Gesundheitswirtschaft und des Wohnungsbaus, Berufsverbänden und berufsständischen Organisationen sowie Bildungseinrichtungen.

Janhsen: „Die ersten Studierenden konnten im November 2014 eine Praxisphase bei einigen unserer Kooperationspartner absolvieren und erste Eindrücke von ihren späteren Arbeitsfeldern gewinnen. Gemeinsam mit unseren Netzwerkpartnern wollen wir zukünftig Themen aus dem Bereich Community Health, insbesondere mit den Schwerpunkten ‚Quartiersnahe Versorgung‘ und ‚Diversity‘ wissenschaftlich bearbeiten, daraus Konzepte entwickeln und diese als nachhaltige, praxistaugliche Interventionen implementieren. Zwei konkrete Forschungsprojekte dazu wurden bereits initiiert.“

Das Department of Community Health nimmt eine versorgungsübergreifende Perspektive im Gesundheitssystem ein. Im Fokus stehen Themen rund um die Felder ‚Gesundes Handeln‘ und ‚Lebensraum‘. Community Health beschäftigt sich mit der Frage, wie durch organisiertes gesellschaftliches Handeln Krankheiten vermieden, das Leben verlängert und die physische und psychische Gesundheit gefördert werden kann. Dabei wird zudem das Lebensumfeld beziehungsweise der Sozialraum der Menschen – vom häuslichen Umfeld über das Quartier bis zur Kommune – mit in den Blick genommen.

Die Sprecherin des Departments Katrin Janhsen ist Wissenschaftlerin, ausgebildete Ärztin und Apothekerin. 2011 habilitierte sie sich an der Universität Bremen, Anfang 2013 wechselte sie an die Universität Witten/Herdecke, wo sie weiterhin als Privatdozentin mit der Lehrbefugnis für das Gebiet ‚Arzneimittelversorgungsforschung und Public Health‘ tätig ist.

Nach ihrem Studium der Pharmazie an der TU Braunschweig mit anschließender Approbation als Apothekerin und Fachweiterbildungen in Klinischer Pharmazie und in Arzneimittelinformation studierte sie Humanmedizin an den Universitäten Gießen, Hamburg und Bochum.

Nach der Erteilung der ärztlichen Approbation arbeitete sie zunächst als Ärztin am LWL-Universitätsklinikum für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Präventivmedizin der Ruhr-Universität Bochum und dann ab August 2012 an der Klinik für Gerontopsychiatrie und Psychotherapie der Universitätsklinik der European Medical School Oldenburg/Groningen.

Ihre wissenschaftliche Tätigkeit im Bereich der Gesundheitswissenschaften begann Katrin Janhsen 1994 an der Universität Bremen, wo sie im Jahr 2001 im Rahmen eines Stipendiums zur Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses zur Doktorin der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften promovierte und sich 2011 auch habilitierte. Von 2009 bis 2011 war sie als Verwalterin einer Professur an der Universität Osnabrück tätig und leitete dort zwei Arbeitsgruppen.

Prof. Dr. Christiane Falge arbeitet als Ethnologin und Politikwissenschaftlerin an der Schnittstelle zwischen Praxis und Wissenschaft. „Mein besonderes Anliegen ist es, Studierenden und Gesundheitsexperten transkulturelle Kompetenz in der Lehre zu vermitteln. Für die geplante Weiterentwicklung des Departments möchte ich mich als Sozialanthropologin einbringen und somit als Vertreterin einer Wissenschaft, in der die Unterschiedlichkeit kultureller Lebenswelten zum zentralen Gegenstand gehört“, erläutert Falge.

Ihre bisherigen Berufs-, Forschungs-, und Lehrerfahrungen erstrecken sich über die Themen Migration, Ethnizität, Gender und urbane Diversität, also die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Menschen im städtischen Umfeld. Als Merkmale der Diversität, also der Vielfalt, versteht das Department Merkmale der Bereiche Alter, Geschlecht, Kultur (ethnische Zugehörigkeit), sexuelle Orientierung, physische Fähigkeiten/Behinderung und Religion (Weltanschauung).

Falge arbeitete von 2009 bis August 2014 als Research Fellow am Institut für Interkulturelle Studien und Internationale Entwicklung. Seit 2009 leitet sie das Projekt der Studiengruppe ‚IMMPATHY Immigrants Barriers and Pathways to Health-Care‘ der Volkswagenstiftung. Im Jahr 1997 hat sie ihren Master of Arts in ‚Social Anthropology‘ an der Universität Addis Abeba in Äthiopien absolviert und im Oktober 1998 ihren Magister im Fach Ethnologie an der Universität Hamburg. Im Sommer 2006 schloss Christiane Falge ihre Promotion im Fach Ehtnologie an der Universität Halle-Wittenberg ab.

Sie ist Mitglied der internationalen Arbeitsgruppe Medical Diversity und des Migrationsnetzwerkes Next Generation am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen. Sie ist gebürtige Kielerin, hat zwei Kinder und unterhält enge Verbindungen zu ihrem zweiten Heimatland Äthiopien.

Kontakte:
Prof. Dr. Katrin Janhsen, Tel. +49 (0) 234 77727-726, E-Mail: katrin.janhsen(at)hs-gesundheit.de.
Prof. Dr. Christiane Falge, Tel. +49 (0) 234 77727-727, E-Mail: christiane.falge(at)hs-gesundheit.de.
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