Ein Stein, ein Mensch, ein Leben

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Mehr als 14 Millionen Todesopfer. Unter ihnen Frauen, Kinder, Widerstandskämpfer, Homosexuelle, Kranke. Vor 70 Jahren endete das NS-Terrorregime, die historisch beispiellosen Verbrechen an der gesamten Menschheit sollen aber nie in Vergessenheit geraten. Als Mahnmal, heute im Schatten von Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz mehr denn je. Auch die USB Bochum GmbHwill Erinnerungen lebendig halten. Mit einem Stolperstein von Gunter Demnig gelingt dies auf eindringliche Weise.

USB-Azubis übernehmen Patenschaft für Stolpersteine


Bei der diesjährigen Veranstaltung „Stolperstein-Paten berichten“ am 22. Januar im Bochumer Stadtarchiv waren auch die Azubis der USB Bochum GmbH dabei. Sie übernahmen neben anderen Unternehmen, Vereinen und Schulen in Bochum die Patenschaft für einen Stolperstein. Gewidmet ist er der Bochumerin Jenny Schwarz. Sie wurde 1866 in Witten geboren, war verheiratet und hatte drei Kinder. Mit über 70 Jahren musste sie mit ansehen, wie ihre Kinder und Enkelkinder deportiert wurden. Sie selbst starb 1942 im KZ in Theresienstadt. Ihre Tochter Marianne überlebte als letztes Mitglied der Familie und emigrierte in die USA.

Vorträge in Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte


In acht unterschiedlichen Vorträgen wurde in Bild, Ton und eindringlicher Rede an Bochumerinnen und Bochumer erinnert, die im Zuge des Holocaust und der Euthanasie gefoltert und ermordet wurden. So erhielten Franz Josef Koch, Heinrich Schmitz, Familie Wolfstein und Rosenthal, die Ehepaare Günzburger, Hirsch und Sondheimer und Jenny Schwarz ein besonderes Andenken.

In Bochum wurden bis heute 194 Steine an 99 Stellen verlegt, 15 kamen im Jahr 2014 dazu. Mit der eigens entwickelten „Stolperstein-App“ erhält man einen guten Überblick über die Verlegungsorte in unserer Stadt. (Sarina Bühmann)
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Marion Kamerau aus Bochum | 29.01.2015 | 08:26  
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