Friedrichs: „Begrüße die Reform der Pflegeberufe“

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Foto: hsg
Der Beschluss der Reform der Pflegeberufe am 13. Januar 2016 durch das Bundeskabinett wird aktuell insbesondere im Hinblick auf die vorgesehene generalistische Ausrichtung intensiv diskutiert. Die Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum bietet im Rahmen eines landesweit genehmigten Modellvorhabens bereits seit Ende 2010 einen Bachelor-Studiengang ‚Pflege‘ an, der die bislang getrennt voneinander ausgebildeten Richtungen (Gesundheits- und Krankenpflege; Altenpflege; Gesundheits- und Kinderkrankenpflege) zusammenführt und somit den generalistischen Ansatz verfolgt. Dieser Lebensphasen übergreifende Ansatz greift dabei erkennbare Bedarfe in der pflegerischen und gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung auf. Er erleichtert zudem den Wechsel zwischen den typischen Arbeitsfeldern der Pflegeberufe.

Im Rahmen des aktuell laufenden Modellstudiengangs müssen sich die hsg-Pflege-Studierenden gleich zu Beginn des Studiums noch ausdrücklich für einen der drei Schwerpunkte (Gesundheits- und Krankenpflege; Altenpflege; Gesundheits- und Kinderkrankenpflege) entscheiden. Dies fordern die Modellklauseln in den geltenden Berufsgesetzen ein. Im Rahmen des Studiums wird die generalistische Ausrichtung dann so weit es die gültigen Gesetze zulassen verfolgt. Auch der nun im Bundeskabinett verabschiedete Gesetzentwurf sieht genau diese generalistische Ausrichtung vor.

„Fachlich verfolgen wir seit Gründung der Hochschule Ende 2009 den generalisitschen Ansatz, weil er die veränderten Rahmenbedingungen in der Gesundheitsversorgung berücksichtigt, die Anschlussfähigkeit an das europäische Niveau ermöglicht und den Pflegeberuf attraktiver macht. Auch die hochschulische Pflegeausbildung an sich führt zu einer Attraktivitätssteigerung des Berufsfeldes. Seit Jahren wünschen wir uns noch mehr Freiheiten in der Gestaltung eines Pflege-Bachelor-Studiums, die nur durch eine Änderung der Berufsgesetze möglich wird. Der Beschluss der Reform der Pflegeberufe ist aus unserer Sicht ein erster Schritt, den wir sehr begrüßen“, erklärte Prof. Dr. Anne Friedrichs, Präsidentin der hsg.

Prof. Dr. Thomas Evers, Vize-Präsident Studium & Lehre sowie Pflege-Professor mit dem Schwerpunkt Altenpflege an der hsg, fügte hinzu: „In der Gesundheitsversorgung wird es zu einer Neu- beziehungsweise Umverteilung der Aufgaben kommen. Unter anderem der steigende Bedarf an akuter pflegerischer Versorgung im häuslichen Umfeld sowie die ebenfalls steigende Zahlen an akut zu versorgenden geriatrischen Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen machen hier ein Umdenken erforderlich. Um die sich daraus ergebenden Anforderungen erfüllen zu können, werden veränderte Kompetenzprofile dringend benötigt. Diese Entwicklung greifen wir mit dem Pflege-Studium mit generalistischer Ausrichtung aktiv auf. Der generalistische Ansatz ist zukunftsorientiert. Zudem trägt sicherlich auch die im Gesetzesentwurf vorgesehene Möglichkeit, eine hochschulische Pflegeausbildung absolvieren zu können, zur Attraktivitätssteigerung des Berufsfeldes bei – ein Aspekt, der auch für die Arbeitsfelder in der Altenpflege von großer Bedeutung ist.
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