Fünf Bildhauer für die Museumswiese - Sparkassen-Stiftung erwirbt Skulpturen

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(Foto: Sparkasse Bochum)

Fünf Bildhauer werden bald die Wiese neben dem Museum auf ihre Art „beleben“: Die überlebensgroßen Bronzefiguren des Bildhauers und Fotografen Johannes Brus werden in den nächsten Wochen direkt gegenüber der Villa Nora aufgestellt werden.

400 Kilo wird jeder bronzene Bildhauer auf die Waage bringen. Zurzeit wird die Gruppe in Düsseldorf gegossen. Die „Prototypen“ aus Beton machten jetzt schon einmal eine Sitzprobe auf der Dreieckswiese vor Villa Nora, Museum Bochum und Goetheschule. Unter dem kritischen Blick von Künstler Johannes Brus und den wachsamen Augen von Museumsdirektor Dr. Günter Golinski und Eva Büter, Geschäftsführerin der Stiftung der Sparkasse Bochum zur Förderung von Kultur und Wissenschaft, wurden die richtigen Plätze für die fünf Bildhauer gesucht. An Ort und Stelle werden dann als nächstes Fundamente für die Figuren gegossen, mit denen die Bronzefiguren dann letztendlich fest verschraubt und einbetoniert werden.

„Die fünf Bildhauer passen hervorragend auf diesen Platz zwischen Villa Nora, Museum und Goethe-Gymnasium. Sie verschönern das Stadtbild und schaffen auf ansprechende Weise einen Zugang zur Kunst für Jedermann“, erläutert Volker Goldmann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung der Sparkasse Bochum.

Museumsdirektor Dr. Hans Günter Golinski freut sich nicht nur wegen des engen thematischen Bezuges zum Kunstmuseum über den Aufstellungsort: „Der Gegensatz zwischen den beinahe meditativ wirkenden Figuren und dem prallen, lauten Schulalltag und die Gegenüberstellung mit der sonst eher konkreten Bildhauerei rund um unser Haus wird das Stadtbild sicherlich bereichern.“

Anfang des Jahres hat die Stiftung der Sparkasse Bochum den Bildhauer Johannes Brus mit der Erstellung der fünf Bronzeplastiken beauftragt. Im Sommer zuvor hatte der in Essen lebende Künstler des Ruhrgebiets, der national wie international hohes Ansehen genießt, die Figuren-Gruppe in Beton zusammen mit seinen anderen menschlichen und tierischen Skulpturen, Fotografien und Zeichnungen im Museum Bochum ausgestellt. Dabei war die Idee entstanden, mit der Bildhauer-Gruppe in Bronze den Platz zwischen Museum und Villa Nora künstlerisch hochwertig und reizvoll zu gestalten.

Der Anblick der „fünf Bildhauer“ setzt jeden Betrachter in Erstaunen, der Künstler in Aktion erwartet: Alle fünf Skulpturen sitzen auf dem Boden, in unterschiedlichen Posen, aber alle versunken in ihre Gedanken. „Das Handwerk ist nur ein Teil der Bildhauerei. Ganz viel passiert im Kopf“, erklärte Johannes Brus kürzlich den Mitgliedern des Stiftungskuratoriums bei einem Besuch in seinem Atelier. „Die Kraft liegt in der Ruhe – sie betont die Schwere des Materials und die Kopfarbeit“, lenkt der Künstler und Fotograf den Blick auf die technisch-physikalische Seite der Bildhauerei: „Masse und Gewicht sind mit Form und Statik in Einklang zu bringen.“
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