Fünfhundert Gespräche mit DDR - Zeitzeugen von der (Stasi-) Gedenkstätte Hohenschönhausen vermittelt!

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"DEN OPFERN KOMMUNISTISCHER GEWALTHERRSCHAFT" Gedenkstein im Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen.TPD-Foto:Volker Dau
Berlin: gedenkstätte |

Erfolgreiches Jahr 2012 für Koordinierendes Zeitzeugenbüro
500 Gespräche mit DDR-Zeitzeugen an Schulen vermittelt


Das von der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Stiftung Berliner Mauer getragene Koordinierende Zeitzeugenbüro (KZB) hat im Jahr 2012 mehr als 500 Gespräche von Zeitzeugen an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen organisiert.
Deutschlandweit fanden somit im Schnitt jede Woche zehn Gespräche mit Menschen statt, die aus eigener Erfahrung über die SED-Diktatur berichten können. Das Büro ermöglicht es Lehrern, DDR-Zeitzeugen aus ihrer Umgebung kostenlos in den Unterricht zu holen. Damit soll der wachsenden Unkenntnis vieler Jugendlicher über die jüngere deutsche Geschichte und einer Verharmlosung der SED-Diktatur entgegengewirkt werden.

Seit Start der Zeitzeugenvermittlung im Juni 2011 fanden mehr als 700 Veranstaltungen mit rund 35.000 Schülern statt. Die meisten Gespräche fanden in Nordrhein-Westfalen und Bayern statt. Prozentual zur Bevölkerungszahl gab es die meisten Veranstaltungen in Thüringen, Brandenburg und Berlin.

In dem an der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen angesiedelten Projekt sind momentan 159 Personen aus allen Bundesländern verzeichnet. Über das Internetportal www.ddr-zeitzeuge.dekönnen Interessierte deutschlandweit nach Zeitzeugen recherchieren. Das Koordinierende Zeitzeugenbüro wird vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien mit jährlich 200.000 Euro finanziert.
Die Buchung von Zeitzeugen ist unbedingt zu Empfehlen,meint der Verfasser, der bereits zwei Mal Zeitzeugen erlebte. --Einmal ein ehemaliger Häftling aus dem "Stasi-Knast" Hohenschönhausen ,der dort eine Führung leitete und durch seine Authentizität betroffen machte.
Weiterhin den bekannten Schauspieler Jochen Stern*, der von seiner Unterdrückung berichtete,bei einem "Zeitzeugen-Vortrag" in Bochum.
Weitere Informationen zum Koordinierenden Zeitzeugenbüro finden Sie unter www.stiftung-hsh.de, www.zeitzeugenbuero.de und www.stiftung-berliner-mauer.de sowie von den KZB-Mitarbeitern Jessica Steckel und Michael Lotsch. Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Siehe auch:

http://de.wikipedia.org/wiki/Jochen_Stern
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