Ganz, ganz mies! - Hilfsbereiter und gastfreundlicher Hundertjähriger Bochumer von Trickdiebinnen "abgezockt"

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"Oskar der letze Grüne" meint: Es ist einfach nicht zu Fassen mit welcher Skrupellosigkeit kriminelle Banden ältere Herrschaften "beklauen"! -- Über die Täter wird hier nichts ausgesagt aber sicherlich die "üblichen Verdächtigen"? -- Deshalb Niemanden in die Wohnung lassen! Gastfreundschaft und Höflichkeit sind eine Zier, werden hier aber schamlos ausgenutzt! TPD-Foto:Volker Dau
Bochum: Polizeipräsidium Bochum | Ganz, ganz mies! - Hundertjähriger Bochumer vonTrickdiebinnen "abgezockt"

PHK Volker Schütte von der Polizeipressestelle Bochum schildert diesen unglaublich skrupellosen Vorfall:

Hier berichten wir an dieser Stelle noch von einem Vorfall, der einen nachdenklich stimmt und betroffen macht:


Da ertönte in den Mittagstunden des 10. Februar in einer Bochumer
Wohnung die Klingel. Der verwitwete Mieter öffnete und schaute in die
Augen von zwei Frauen mittleren Alters, die nach einer leerstehenden
Wohnung im Hause fragten.


Der höfliche Rentner ließ die beiden Personen in seine Wohnung und
begann mit ihnen ein Gespräch im einzigen geheizten Raum seiner
Wohnung, dem Wohnzimmer.
Eine der Frauen verließ dann unter der
Legende, zur Toilette zu müssen, diesen Raum und durchsuchte die
Küche. Dort fand die Trickdiebin einen Briefumschlag mit 800 Euro.

In der Zwischenzeit erzählte der Senior der zweiten Frau, dass er
schon mal in seinem Klavier Geld verstecke. Als er selbst zur
Toilette musste, stahlen die Frauen ihm auch dieses Geld - 2.000
Euro! Dann verließen die Kriminellen den Tatort.

Das Besondere an diesem Fall ist, dass das Opfer 100 Jahre alt
ist. Bereits vor 20 Jahren ist seine Ehefrau gestorben. Seitdem
stemmt der rüstige Bochumer seinen Haushalt noch allein.


Im Gespräch mit einem erfahrenen Kriminalbeamten aus dem
Kommissariat für Wohnungsdelikte erzählte der Hundertjährige, dass er
im 2. Weltkrieg an den Fronten in Frankreich, Polen, Russland, der
Krim, Estland, Lettland und Litauen war.
All das hat er überstanden.

Und bei seiner Rückkehr nach Deutschland stellten ihm die Alliierten
in Heiligendamm die Frage: "Willst Du unter die Erde oder willst Du
arbeiten?"

Er entschied sich natürlich für die Arbeit auf einem
Bauernhof in Norddeutschland, wo er dann später auch seine Frau
kennengelernt hat und ins Ruhrgebiet zog.

All das hat der Mann überstanden und wird dann mit fast 101 Jahren
in Bochum auf so eine miese Art und Weise bestohlen! Das hat den
gutmütigen Senior, der inzwischen seine ganze Familie überlebt hat,
sehr getroffen und geknickt.


Natürlich hatte er schon von dem schauspielerischen Talent der
Trickdiebe gelesen und gehört. Auch war ihm eigentlich klar, dass es
nicht gut ist, so viel Bargeld in der eigenen Wohnung zu verwahren.
Aber dass er mal selbst zum Opfer werden würde, hätte der Mann nie
gedacht.

Und was sagte der rüstige Rentner dem Kripo-Beamten bei der
Verabschiedung: "Gerade die Nebenwirkungen dieser skrupellosen
Straftat werden mir über Wochen und Monate wehtun. Solche Personen
werde ich nicht wieder in meine Wohnung lassen!"

Kommentar: Unglaublich mit welcher Gemeinheit diese Täterbanden agieren...
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Volker Dau aus Bochum | 14.02.2015 | 19:01  
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