Gut für uns! - Tatverdächtige Einbrecher rasen mit 95 km/h an Radarwagen vorbei

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"Oskar, der letzte Grüne" meint . Ein besonderer Fall... Hoffentlich geht der "GUT" für den Verfolger aus... TPD-Foto:Volker Dau
Bochum: Polizeipräsidium Bochum | PHK Volker Schütte meldete soeben eine besondere Geschichte mit den Worten:


Gut für uns! - Tatverdächtige Einbrecher rasen mit 95 km/h an Radarwagen vorbei

Und das ist mal wieder eine Polizeigeschichte, die man auch nicht jeden Tag auf dem Schreibtisch liegen hat! Was ist denn da in den frühen Nachmittagsstunden des gestrigen 2. Juni in Herne passiert?

Gegen 14.30 Uhr betritt ein Mann (25) einen Hinterhof an der
Mont-Cenis-Straße und trifft dort auf zwei ihm unbekannte männliche
Personen - augenscheinlich Einbrecher.

Völlig unvermittelt geht einer der Männer mit einem
Schraubendreher auf den 25-Jährigen los, der dem Angriff aber zum
Glück ausweichen kann.

Als das kriminelle Duo zu Fuß flüchtet, informiert der Zeuge die Polizei und nimmt die Verfolgung auf - mit seinem Pkw.

Wenig später beobachtet er, wie die Personen in einen VW Golf einsteigen, in dem ein dritter Mann offensichtlich auf sie gewartet hat.

Der 25-Jährige fährt hinter diesem Fahrzeug her.

Gemeinsam biegt man vom Hölkeskampring nach links auf die Sodinger
Straße ab und wird in Höhe des Erdbeerfeldes von einem städtischen
Radarwagen "geblitzt" - mit 95 km/h in der "Tempo-50-Zone".


Kurz danach bricht der Zeuge die Verfolgung ab, kann aber noch beobachten,
wie der Golf-Fahrer grob verkehrswidrig bei Rotlicht nach rechts in
die Gysenbergstraße abbiegt.

Die Polizeibeamten werfen sofort einen Blick auf die Bilder aus
dem Radarwagen, lesen das Kennzeichen des in Dortmund zugelassenen
Autos ab und beginnen mit der intensiven Ermittlungsarbeit.


Noch können wir zwar keinen Ermittlungserfolg verkünden, wollen
diesen aufgrund der "guten Fotos" aber auf keinen Fall ausschließen.

Anmerkung / Kommentar von Volker Dau:


Was passiert nun mit dem Verfolger ?

Durfte er in einer Art "Notwehr" die Täter mit einem PKW verfolgen und dabei fahrlässig die Geschwindigkeit erheblich überschreiten?

Befand er sich in einem "Rechts-Irrtum" das tun zu dürfen?

Reicht es, das er die Verfolgungs-Fahrt abbrach als er sich seiner zu hohen Geschwindigkeit bewusst wurde um einer Verfolgung wegen des Geschwindigkeits-Deliktes zu entgehen??

Ist dies ein triftiger Schuldausschliessungsgrund ?

Wird die Ordnungsbehörde wohl deshalb die Massnahmen gegen den Verfolger sofort von sich aus beenden oder es erst zu einem teuren juristischen Gefecht kommen lassen?

Ob da Vernunft vor Bürokratie siegt?

Ich bin kein Jurist, aber vielleicht äussern sich ja Juristen dazu, die einen ähnlichen Fall kennen?
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