Influenza B kann zu Lungenversagen bzw. dann sogar zum Tod führen

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Aktueller Fall: Ein extrem schwer erkrankter Influenza B-Patient mit schwerem Lungenversagen wurde von Ärzten aus Ahaus per Nottransport ins Augusta geschickt und dort in der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerzmedizin mit extrakorporaler Membranoxygenierung (ECMO) behandelt und gerettet.

Über eine Leistenvene wird das venöse, sauerstoffarme Blut abgesaugt. Das kleine, tragbare Hightech-Gerät tauscht mit Hilfe einer künstlichen „Membranlunge“ das Kohlendioxid im Blut gegen Sauerstoff aus und führt das nun wieder „frische“ Blut dem Körper über die innere Halsvene (vena jugularis interior) wieder zu. „Das Gerät ersetzt für eine gewisse Zeit die Lunge“, so Chefarzt Dr. Heuer, „aber im Regelfall beatmen wir auch gleichzeitig, damit die Lunge nicht noch weiter zusammenfällt und sich später wieder entfalten kann.“

Eine Studie hat auf 78 Intensivstationen in zehn europäischen Ländern bei Lungenversagen eine Sterblichkeit von ca. 58 Prozent festgestellt. Bei einer Häufigkeit von 110 Fällen jährlich pro 100.000 Einwohner, sind das rein rechnerisch für die Bundesrepublik rund 50.000 Todesfälle, die – unabhängig von der Grunderkrankung – mit einem Lungenversagen in Zusammenhang standen.

Die Ärzte in Ahaus kannten Augusta-Chefarzt Dr. Jan Florian Heuer von einem Vortrag, in dem er über die Möglichkeiten von ECMO referiert hatte und verlegten den Notfall-Patienten deshalb ins Augusta. Heuer erwarb vor seiner Bochumer Zeit u.a. als leitender Arzt des Göttinger ECMO-Zentrums über viele Jahre enorme Erfahrungen in der Behandlung dieser ganz besonderen Patienten. Heuer sagt, dass gerade die Schweinegrippeepidemie ihn sehr beindruckt hat und dass damals ohne ECMO zahlreiche Patienten verstorben wären.
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