Knapp 90 Gäste auf dem Symposium Evidenzbasierte Logopädie

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Bereits zum vierten Mal hat der Studienbereich Logopädie der Hochschule für Gesundheit (hsg) das ‚Bochumer Symposium Evidenzbasierte Logopädie‘ veranstaltet. Am 14. März 2015 hörten knapp 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Fachszene Vorträge, beteiligten sich an Diskussionen und besuchten in den Pausen die Stände der Firmen, die Produkte passend zum Thema des diesjährigen Symposiums präsentierten. Das diesjährige Thema hieß ‚Möglichkeiten neuer Technologien in Diagnostik und Intervention‘. Der Begriff Intervention umfasst hier insbesondere solche Maßnahmen, die logopädisch bedeutsame Krankheitsfolgen behandeln.

Im Rahmen des Symposiums wurde die Absolventin Inga Güthe aus den Reihen der diesjährigen Absolventinnen für ihre Bachelor-Arbeit mit dem Titel ‚Teletherapie bei Rhinophonia aperta (offenes Näseln – Anm. d. Red.) – eine Einzelfallstudie‘ mit dem ‚Bochumer Nachwuchs-Preis Akademische Logopädie‘ ausgezeichnet, der mit 300 Euro dotiert ist. Prof. Dr. Sylvia Costard, die die Laudatio auf die Preisträgerin hielt, sprach von einer „herausragenden“ Arbeit, die inhaltlich und in ihrer wissenschaftlichen Methodik überzeugt habe sowie perfekt zum Thema des Symposiums passe.

Das Symposium bot ein breites Themenspektrum innerhalb des Mottos ‚Technologie‘: Es reichte vom computergestütztem Screening bei Dyskalkulie (Rechenschwäche) über den Einsatz von Computern und/oder Apps in der Sprachtherapie nach Schlaganfall (Aphasie), zum Training von Gehirnleistungen, in der Sprachentwicklung von Kindern oder der therapiebegleitenden Beratung von Patientinnen und Patienten sowie Angehörigen bis hin zur computergestützten Messung und Auswertung von Sprechschall (Stimme, Artikulation).

„Sowohl mit dieser Themenwahl als auch mit der Auswahl der Referentinnen und Referenten sowie der Aussteller hat der Studienbereich Logopädie ins Schwarze getroffen. Die Vorträge waren interessant und die Diskussionen spannend. Das ganze Team Logopädie hat sich über das große Interesse der Teilnehmenden sowie zahlreiche positive Rückmeldungen zu den Inhalten und zum Verlauf der Veranstaltung sehr gefreut“, fasste Prof. Dr. Kerstin Bilda, Leiterin des Studienbereichs Logopädie und Vize-Präsidentin für Forschung der hsg zusammen.

Prof. Dr. Sascha Sommer, Prodekan des Departments für Angewandte Gesundheitswissenschaften, hielt auf dem Symposium in seinem Schlusswort fest: „Der unterstützende Einsatz von Technologie in der logopädischen Diagnostik und Intervention, ist inhaltlich sinnvoll und bietet hervorragendes Potenzial, um die Versorgungsintensität und -qualität zu verbessern.“ Allerdings könnten technische Hilfsmittel die zwischenmenschliche Zusammenarbeit von Therapeutinnen und Therapeuten und Patientinnen und Patienten nicht ersetzen sondern lediglich ergänzen oder unterstützen, so Sommer. Zudem stelle sich die Frage, wer im Rahmen derartiger Entwicklungen die Kosten trägt.

Das ‚5. Bochumer Symposium Evidenzbasierte Logopädie‘ soll Anfang März 2016 in Bochum stattfinden. Kerstin Bilda: „Es wird sich voraussichtlich in seiner Struktur etwas ändern, da der Studienbereich Logopädie dann die Vorzüge der repräsentativen Räumlichkeiten im Neubau der hsg auf dem Gesundheitscampus Nordrhein-Westfalen nutzen kann.“
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