Mordfall Rottstrasse vor der Aufklärung – Dringend der Tat verdächtigter Mann in U-Haft!

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Beginn der Pressekonferenz Mordfall Rottstraße
 
Schautafel
Bochum: Tatort |

Mordfall Rottstrasse vor der Aufklärung – Dringend der Tat verdächtigter Mann in U-Haft!

Polizei und Staatsanwaltschaft gaben heute eine Pressekonferenz zum Morfall Rottstraße:

Ich fasse die Vorträge ein wenig zusammen:

Am letzten Freitag wurde in Recklinghausen Süd ein 34jähriger Mann auf der Straße beim Verlassen seines Pkw in der Nähe seiner Wohnung überwältigt und festgenommen. Danach vom Staatsanwalt Nogaj ein Haftbefehl wegen dringenden Tatverdachtes beantragt und vom Haftrichter erlassen!
Nach Ansicht des Staatsanwaltes wurde das Mordopfer und der später verstorbene Ehemann Opfer eines Raubüberfalles.

Die getötete Ehefrau starb durch besondere Brutalität!

Komprimierende Gewalt gegen den Hals (z.B: würgen),
Stumpfe Gewalt: Schläge und Tritte,
Spitze Gewalt , zwei Messerstiche in den Hals!

Der später verstorbene Ehemann erlitt stumpfe Gewalt gegen den Kopf

die zur Zerreißung beider Augäpfel führte.
Es ist wohl von einer unglaublichen Brutalität und Rohheit bei der Tat auszugehen.

Beim Tod des Ehemannes nach einigen Wochen kann leider nicht der unmittelbare Zusammenhang mit dem Überfall bewiesen werden da der 78jährige Vorschäden von Herz und Lunge hatte.

Deshalb hier „nur“ Mordversuch.

Die Beute war wohl nur im dreistelligen Bereich.

Auf Nachfrage von Journalisten an den Staatsanwalt warum eine solche Tat für so wenig Beute entgegnete dieser sinngemäß: Im Bereich von Konsumenten von BTM werden oft Taten für geringe Beträge begangen.

Der dringend Tatverdächtige 34 jährige in Deutschland geborene Mann mit deutscher Staatsangehörigkeit, Kind von Einwanderern, ist vielfach vorbestraft. Lt. Staatsanwalt hat er zwölf Eintragungen im Bundeszentralregister. Dabei Strafen von bis zu einem Jahr und 6 Monaten. Nicht alle Strafen wurden zur Bewährung ausgesetzt, es gab auch bereits vollstreckte Haftstrafen.

Die Strafen gab es für BTM-Delikte, Körperverletzung und auch schon Raub-Delikte!
Die jetzige Festnahme erfolgte auf Grund einer DNA-Spur an der Bekleidung der getöteten Frau!

Die Spur konnte erst jetzt nach Monaten aus der Kleidung „separiert“ werden da es nur drei Fachlabore dafür gibt die Überlastet sind und wo es dauert bis eine solche Spur „an der Reihe ist“.

Jetzt war das Kölner Labor bei der Auswertung erfolgreich.
Nach der Isolierung der DNA aus der Kleidung fand die Datenbank die Vergleichs-DNA des Beschuldigten jetzt dazu passend.

Die Tatmerkmale für Mord sind gegeben:
Habgier,
Zur Ermöglichung eines Raubes

Zur Verdeckung einer Straftat.

Der Täter hatte wohl den Mord und Mordversuch zur Verdeckung seiner Straftat begangen da ihn die Opfer wohl erkannt hatten oder er befürchtete das dies geschehen könnte?

Der Verdächtige war ein entfernter Bekannter des Sohnes der etwa ein halbes Jahr vor dem Mord bei der Behebung eines Wasserschadens und beim Tapezieren geholfen hatte.

So kannte er die Örtlichkeiten und Bewohner.

Dies bestreitet er nicht, aber die Tat.

Es gibt nach dem Spurenbild wohl auch noch einen weiteren Täter wie der Leiter der Mordkommission KHK Gerhard Sobolewski betonte.

Als der Sohn des getöteten Paares von der Verhaftung des Tatverdächtigen erfuhr den er zur Renovierung empfohlen hat soll er erschüttert reagiert haben.

Ich finde eine unglaublich tragische Geschichte. Aber wer soll ahnen können das ein Bekannter den man vorstellt zum Mörder der Familie wird?

Kommentar von Volker Dau:
Die Mordkommission ermittelt jetzt weiter und wertet auch Gegenstände aus der Wohnung des Tatverdächtigen aus um weitere Indizien zu finden um die Anklage zu stärken. Dabei kann man nur viel Erfolg wünschen.
Bis jetzt hat man ja wohl sehr intensiv ermittelt was ja auch wohl zu diesem Zwischenerfolg führte. Da kann man wohl KHK Gerhard Sobolewski und seinem Team gratulieren!

Alle Fotos: TPD-Foto:Volker Dau
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2 Kommentare
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Anneliese Jarchow aus Bochum | 28.07.2017 | 16:57  
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Volker Dau aus Bochum | 28.07.2017 | 20:03  
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